​Nach wettbewerbsübergreifend fünf Siegen in Folge kam ​Eintracht Frankfurt am Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Dabei spielte mit Sicherheit auch eine Rolle, dass Trainer Adi Hütter mit ​Lucas Torro auf einen seiner absoluten Leistungsträger verzichten musste. Wie der Cheftrainer nun enthüllte, müssen die Adler womöglich noch für eine ganze Weile ohne den Neuzugang auskommen.


Nach seinem Wechsel in diesem Sommer von Real Madrid zu den Hessen, hat sich der 24-Jährige bereits schnell als eine echte Verstärkung herausgestellt. Sorgen bereitet mittlerweile jedoch die Verletzungsanfälligkeit des Spaniers. So war der Mittelfeldspieler bereits im September aufgrund von muskulären Problemen für zwei Ligaspiele ausgefallen. Auch beim 2:0-Erfolg im dritten Gruppenspiel der Europa League musste der defensive Mittelfeldspieler zusehen. 

Sport-Club Freiburg v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Lucas Torro war bislang ein wichtiger Faktor für die Eintracht


Hatte sich der Trainer der Eintracht auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Nürnberger noch optimistisch gezeigt und ging von einer rechtzeitigen Rückkehr seines Schützlings aus, erklärte er nach der Punkteteilung mit den Franken, wieso man bei der Aufstellung den Namen Torro vergeblich gesucht hatte. Dabei offenbarte der 48-jährige Fußballlehrer, dass bei dem Sechser eine Schambeinentzündung diagnostiziert wurde. "Er hat selbst appelliert, ihm die Zeit zu geben, dass es ausheilen kann", wird der Österreicher vom kicker zitiert.


Wie lange die Frankfurter nun auf den Defensivspezialist verzichten müssen, ist indes noch unklar. "Es gibt gewisse Verletzungen, wo man das ganz schwer einschätzen kann. Ich möchte nicht, dass das chronisch wird. Das ist die Gefahr, wenn man immer wieder zu früh beginnt", warnte Hütter. Dabei machte er den Eintracht-Fans jedoch leise Hoffnungen und erklärte, dass der Iberer nach der Länderspielpause eventuell wieder spielfähig sein könnte. Da bei einer solchen Verletzung jedoch Vorsicht geboten ist, dürften die Adler in dieser Angelegenheit allerdings kein Risiko eingehen.