MUNICH, GERMANY - SEPTEMBER 15:  (L-R) Joshua Kimmich, Niklas Suele and Manuel Neuer of Bayern Muenchen celebrate victory after  the Bundesliga match between FC Bayern Muenchen and Bayer 04 Leverkusen at Allianz Arena on September 15, 2018 in Munich, Germany.  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Pause gefällig? Das sind die Dauerbrenner beim FC Bayern

Wer auf drei Hochzeiten tanzt, muss sich zwar nicht aufteilen, aber aufopfern. Zumindest körperlich wird den Spielern des FC Bayern München in der laufenden Spielzeit wieder einiges abverlangt. Zu der Dreifachbelastung um Champions League, DFB-Pokal und Liga-Alltag kommen große Verletzungssorgen, die sich erst nach und nach wieder auflösen. Der FC Bayern hat mit 23 Mann nicht den größten Kader der Liga und ist somit umso mehr auf Leistung und Fitness der Spieler angewiesen, die zum Einsatz kommen.


90min betrachtet die Dauerbrenner der Saison – die Akteure mit den meisten Minuten auf dem Platz für den Rekordmeister. Wenn ein Spieler in allen drei Wettbewerben und dem DFL-Supercup gegen Eintracht Frankfurt jeweils die komplette Spielzeit auf dem Platz stand, hat er 13 Partien absolviert und kommt auf eine Gesamtspielzeit von 1170 Minuten. Diese Marke erreichen nur zwei Spieler beim FCB, doch beginnen soll es mit einem Dauerbrenner der besonderen Art.  

7. Arjen Robben

Der Flügelflitzer aus den Niederlanden ist schon seit 2009 bei den Bayern und galt schon bei seiner Verpflichtung als Kandidat für eine lange Verletzungsmisere. Doch in München wurde er auf ein konstantes Top-Niveau gebracht und die Verletzungen hielten sich in Grenzen. So verwundert es nicht, dass Robben in diesem Ranking einen hohen siebten Platz belegt. Ganze 809 Minuten spielte er in vier Wettbewerben, erzielte schon drei Tore und gab zwei Vorlagen. Mit seinen 34 Jahren ist es nur natürlich, dass er nicht mehr in jeder Partie über 90 Minuten zum Einsatz kommt, doch 2018/19 liegt er nicht nur vor Franck Ribéry, sondern sogar vor James Rodríguez, Leon Goretzka und Serge Gnabry. Dies zeigt seine Wichtigkeit für den FC Bayern. Durch seine aktuelle Gelb-Rot-Sperre in der Bundesliga wird er zwangsläufig einige Minuten verpassen, sonst hätte der nimmermüde Dauerbrenner noch einige Plätze gut machen können. 

6. Niklas Süle

Mit Niklas Süle folgt ein Abwehrspieler mit den meisten Spielminuten für Bayern. Mit 810 Minuten liegt er nur knapp vor Arjen Robben, kam aber auch nur in zehn Saisonpartien zum Einsatz. Während Mats Hummels und Jérôme Boateng immer mal wieder in der Kritik stehen, geht der Stern von Süle gerade erst auf. Auch in der Nationalmannschaft ist er dabei, den etablierten Weltmeistern von 2014 den Rang abzulaufen. Im DFB-Pokal spielte der Innenverteidiger nicht, ansonsten ist zu erwarten, dass sich seine Spielzeit eher verlängert als verkürzt. 

5. Mats Hummels

Mats Hummels kam in der Bundesliga nur zu fünf Einsätzen unter Niko Kovac, dafür spielte er in den drei Champions-League-Begegnungen jeweils 90 Minuten. Gegen Ajax Amsterdam wurde er allerdings in der 90. Minute wegen einer Verletzung vom Platz genommen. Die Dreifachbelastung und der Konkurrenzkampf mit Jérôme Boateng und Niklas Süle machten längere Einsatzzeiten für den 29-Jährigen noch nicht möglich. Wie viele Bayern-Spieler ist er noch auf der Suche nach seiner Top-Form, die er in bislang 863 Minuten noch nicht gänzlich zum Ausdruck bringen konnte. Am neunten Spieltag kann Hummels seine Minuten nicht erhöhen, denn er verletzte sich beim Aufwärmen vor der Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 und nimmt nicht am Spiel teil. 

4. Thiago

Der Wunschspieler des damaligen Trainers Pep Guardiola ist auch unter Niko Kovac eine feste Größe. 1005 Minuten absolvierte der Spanier in der laufenden Saison schon im Bayern-Dress und sammelte dabei zwei Scorerpunkte. Was ihn so wichtig für das Spiel der Münchner macht, ist seine immense Arbeit nach vorne und hinten, sodass er im Spielsystem von Kovac immer einen Platz im Mittelfeld findet. Die einzige Partie, die der 27-Jährige verpasste, war das Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon. Der Grund war eine Zehenverletzung, sonst wäre Thiago in diesem Ranking noch höher zu finden. 

3. Robert Lewandowski

Sein unvergleichlicher Torriecher ist Grund genug dafür, dass Kovac Robert Lewandowski immer wieder aufstellt. So kommt der polnische Mittelstürmer auf 1045 Minuten in zwölf Saisonspielen. Dabei traf in allen Wettbewerben und schoss elf Tore für sein Team. Lewandowski kann aus dem Nichts ein Tor erzielen und ist wieder ein heißer Kandidat für die Torjägerkanone der Bundesliga. Wegen Lewandowski kommt Thomas Müller auf nur 780 Spielminuten – und wenn der Deutsche spielt, muss er auf die unliebsamen Flügel ausweichen, denn Lewandowski wird noch viele Minuten im Sturm sammeln. 

2. Manuel Neuer

Es gibt einen geteilten ersten Platz, denn die komplette Zeit von 1170 Minuten absolvierten zwei Bayern-Spieler. Einer von ihnen ist keine Überraschung: Torwart und Mannschaftskapitän Manuel Neuer. Nach seiner längeren Verletzungspause schaffte er den direkten Sprung aus der Krankenstation zurück ins Tor der Bayern und spielt so, als wäre er nie verletzt gewesen. Zwar zeigte er in der laufenden Saison einige wenige ungewohnte Unsicherheiten, aber glänzte auch schon mit spektakulären Paraden in weltmeisterlicher Form. Sven Ulreich muss nach einer Saison als Stammkeeper wieder auf der Bank Platz nehmen und wird wohl auch weiterhin nicht zum Einsatz kommen, wenn Deutschlands Nummer Eins gesund bleibt. 

1. Joshua Kimmich

Mit 1170 Minuten ebenso viel Spielzeit wie Manuel Neuer – und das will was heißen. Joshua Kimmich ist der Dauerbrenner der Bayern und unumstritten auf der rechten Abwehrseite gesetzt. In allen vier Wettbewerben spielte der deutsche Nationalspieler durch, dazu kommen vier Länderspieleinsätze. Kimmich spult dabei unglaublich viele Kilometer ab, hat bis jetzt die meisten Ballkontakte aller Bundesligaspieler, schlägt gefährliche Flanken (drei Torvorlagen) und zeigt die richtige Körpersprache. Eigentlich ist schon alles gesagt, aber der frühere Fußballkommentator Marcel Reif setzt noch einen darauf: „Für mich ist Kimmich eine Riesennummer und praktisch unverzichtbar", sagt er der Münchner Abendzeitung. Kimmich erinnert immer mehr an Dauerbrenner Philipp Lahm, der ebenfalls sowohl als Außenverteidiger als auch im defensiven Mittelfeld spielen konnte und einige Spielzeiten absolvierte, ohne eine einzige Minute zu verpassen. Gute Aussichten für Kimmich.

Nach 13 Saisonpartien werden die Spieler des FC Bayern München betrachtet, welche die meisten Einsatzminuten für ihren Verein absolviert haben.

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