​Lukas Podolski ist glücklich über den Verlauf seiner Karriere und die Gelegenheit, schon während seiner aktiven Zeit in ganz verschiedenen Ländern zu leben: "Ich hab’ in vielen Ländern gespielt, viele Leute und Städte kennengelernt." Trotz der aktuellen Schwächephase seines Klubs Vissel Kobe will Podolski dabei auch seinen Wechsel nach Japan nicht missen. 


Lukas Podolski ist ein Kölner Jung und machte über 181 Spiele für den ​1.FC Köln. Doch nach seiner Zeit beim FC und drei Jahren bei Bayern München entschloss sich Podolski dazu, die Welt zu erkunden: Es folgten Stationen beim ​FC Arsenal in London, bei Inter Mailand, Galatasaray Istanbul und seit 2017 in Japan bei Vissel Kobe. Die letzte, durchaus exotische Station ausgenommen, entschied sich der 130-fache Nationalspieler damit für Klubs mit internationalen Ambitionen in Metropolen mit einem hohen Lebensstandard.

Der 33-Jährige ist deshalb froh über den Verlauf seiner Karriere und berichtete in einem Interview mit dem ​Sportbuzzer, dass auch viele seiner ehemaligen Kollegen da so sähen: "Viele meiner Nationalmannschaftskollegen beneiden mich schon. ,Boah, du hast doch alles richtig gemacht', sagen einige. Wenn ich irgendwann mal aufhöre mit dem Fußball, kann ich sagen: Ich hab’ in vielen Ländern gespielt, viele Leute und Städte kennengelernt." 


Diese Haltung hat der Stürmer auch zu seinem Wechsel nach Japan: "Ich habe die Leute und das ganze Drumherum in Japan sehr zu schätzen gelernt. Es ist sauber und sicher, das Essen ist toll, die Leute sind sehr respektvoll", lobt Podolski den Lebensstandard des Landes. Sportlich kann der 33-Jährige jedoch nicht so zufrieden mit seinem Klub Vissel Kobe sein, bei dem er Kapitän ist. Denn nach 30 von 34 Spieltagen liegt Kobe trotz der Verpflichtung von Barca-Legende Andres Inieste im Sommer nur auf Tabellenplatz 12 von 18 in der J1-League.

"Wir haben in letzter Zeit schon viel auf den Sack bekommen. Ich finde das ehrlich gesagt gut, wenn man auch mal auf die Fresse kriegt. Das stärkt einen im Leben", zeigt sich Podolski laut ​Sportbild dennoch kämpferisch." Insgesamt sei der Fußball in Japan nicht mit dem in europäischen Topligen zu vergleichen: "Man hat hier gar nicht die Duelle wie in Europa, auf Mannschafts- wie auf Spielerniveau. Das Tempo ist langsamer, es gibt weniger Zweikämpfe. Aber das kann man nicht mal eben ändern." 


Darüber hinaus spüre auch Podolski, dass eine Karriere nicht ewig dauert: "Außerdem merke ich, dass der Körper mit 33 Jahren nicht mehr so schnell ist wie früher. Vielleicht hänge ich am Ende ein weiteres Jahr dran. Ich bin jetzt schon sechs, sieben Jahre im Ausland, und so langsam fehlt mir die Familie, der Alltag mit Freunden, die Heimat. Das lernt man zu schätzen, wenn man älter wird." Ob Podolski damit noch einen letzten Wechsel zurück nach Deutschland anstrebt, oder die Schuhe nach seiner Zeit in Japan an den Nagel hängt, wird sich wohl erst zeigen, wenn es soweit ist.