​Zur kniffligen Situation von sechs sieglosen Spielen in Serie kommt nun auch noch Verletzungspech: Dem ​VfL Wolfsburg fallen mit Robin Knoche und Admir Mehmedi zwei Spieler aus, die die Wölfe am Samstag bei ​Fortuna Düsseldorf gut gebrauchen könnten. Die Niedersachsen stehen unter Druck und müssen gegen den Tabellenletzten gewinnen, um sich zu rehabilitieren. Bruno Labbadia äußerte sich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel zu den Personalsorgen.


Seit sechs Spielen ist der VfL Wolfsburg nun schon ohne Sieg. Dass sie in der Tabelle der Bundesliga noch auf dem zehnten Rang stehen, verdanken die Wölfe dem gelungenen Saisonauftakt mit drei Unentschieden und zwei Siegen. Allerdings sind drei andere Mannschaften punktgleich mit dem VfL und vom Relegationsplatz trennen sie nur drei Zähler. Während man gegen den ​SV Werder Bremen und den ​FC Bayern München nicht zwingend mit Siegen gerechnet haben muss, muss aus Sicht des VfL gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf ein Dreier her.


Die Personalsorgen kommen deshalb zur Unzeit. „Knoche konnte bisher nicht trainieren“, gab Labbadia schlechte Nachrichten an die Presse. „Wir können noch nicht sagen, ob er spielen kann“, ergänzte er, denn der Innenverteidiger laboriert schon seit einigen Tagen an Adduktorenproblemen. Knoches Ausfall wiegt besonders schwer: In der laufenden Spielzeit hat der 26-Jährige noch keine Minute verpasst und ist eine feste Größe im Spiel des VfL. Labbadia wird zum ersten Mal seine Innenverteidigung umbauen und einen neuen Nebenmann für John Anthony Brooks finden müssen. ​Eine mögliche Option wäre Marcel Tisserand.




„Auch Mehmedi konnte bis heute nicht trainieren“, vermeldete Labbadia weiter. Im Spiel gegen den FC Bayern hatte er einen Schlag abbekommen und spürte beim Training am Dienstag wieder Schmerzen in der Wade. Dieses Zwicken schleppt der Schweizer bereits zwei Wochen mit sich herum, sodass ein Einsatz gegen Düsseldorf wohl zu riskant wäre.


Damit fallen den Wolfsburgern weitere Stützen innerhalb der Mannschaft aus. Schon vor einigen Tagen hat Labbadia mitgeteilt, dass es für Kapitän Joshua Guilavogui noch nicht für einen Einsatz reicht. Mit den weiteren Ausfällen von Sebastian Jung, Ignacio Camacho und Felix Klaus ist das Lazarett der Niedersachsen bereits gut gefüllt. „Wir müssen sehr flexibel sein und etwas finden, wie wir unsere Spieler, die momentan fit sind, optimal ins Spiel einbinden“, analysiert der Trainer. Unter erschwerten Bedingungen gehen die Wölfe“also die „Mission Pflichtsieg“ an.