​​Bayer 04 Leverkusen startete denkbar schlecht in die Saison. Nach drei Spieltagen fand sich die Werkself mit null Punkten am Tabellenende wieder. Medienberichten zufolge nahmen die Verantwortlichen dies zum Anlass, um sich nach Alternativen für Cheftrainer Heiko Herrlich umzusehen. Ex-Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl erteilte den Rheinländern angeblich bereits vor Wochen eine Absage. 


Nach dem enttäuschenden Saisonstart wurde in den Medien fleißig über einen Nachfolger von Herrlich spekuliert. Der Name Hasenhüttl kristallisierte sich dabei als Favorit heraus. Der 51-Jährige saß in den letzten beiden Spielzeiten bei ​RB Leipzig auf der Trainerbank und ist seit Sommer vereinslos. Wie der kicker berichtet, hat Bayer bereits vor Wochen Kontakt zum Anwalt des österreichischen Übungsleiters aufgenommen. 

Sport-Club Freiburg v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Steht zunehmend unter Druck: Cheftrainer Heiko Herrlich


Hasenhüttl ließ über seinen Anwalt jedoch mitteilen, dass er nach dem Aus in Leipzig noch nicht für eine neue Aufgabe zur Verfügung steht. Die Kontaktaufnahme mit dem 51-Jährigen zeigt allerdings auch, dass Herrlichs Kredit in Leverkusen nahezu aufgebraucht ist. Nach dem miserablen Saisonstart zeigte die Formkurve der Rheinländer zumindest etwas nach oben. Bayer hinkt allerdings weiterhin den eigenen Ansprüchen hinterher. 


Nach dem jüngsten 2:2-Unentschieden gegen ​Hannover 96 nahm die Trainerdiskussion wieder mächtig Fahrt auf. Einige Fans forderten den Rauswurf von Herrlich. Sportchef Rudi Völler wollte dem Bayer-Coach ​kein Ultimatum stellen und will vorerst am 46-jährigen Übungsleiter festhalten. "Heiko kann in Ruhe weiterarbeiten", betonte der Weltmeister von 1990. 


Völler nahm den Cheftrainer und seine Mannschaft allerdings auch in die Pflicht. "In ​Zürich, in Bremen und auch in Gladbach müssen wir nun aber auch mal liefern", stellte der 58-Jährige klar.