​Am Dienstag feuerte der ​Hamburger SV überraschend den bisherigen Trainer Christian Titz und stellte mit Hannes Wolf direkt seinen Nachfolger vor. Die Hanseaten ernteten dafür in den sozialen Medien viel Spott und Wolf steht damit unter genauer Beobachtung. Trotz dieser Tatsachen könnte der ehemalige Trainer des VfB Stuttgart der richtige Mann an der Elbe sein - oder auch nicht! 


Mit Wolf verpflichteten die Hanseaten einen sehr jungen Trainer. Der 37 Jahre alte Fußballlehrer darf nun also die Herausforderung beim HSV antreten. Ein nicht gerade dankbarer Job, der ziemlich schnell enden könnte. 

Wolf ist jedoch ein Gewinner-Typ! Er wurde zweimal B-Jugendmeister und einmal A-Jugendmeister mit Borussia Dortmund, dann ging er zu den Schwaben nach Stuttgart und stieg in seiner ersten Saison souverän als Meister in die Bundesliga auf. Zudem ist Wolf ein Mann, der sehr gut mit jungen Spielern arbeiten kann (aufgrund seiner Vergangenheit und Erfahrungen) und in seinen Ansprachen bei den Pressekonferenzen intelligent und authentisch wirkt.

SV Darmstadt 98 v Hamburger SV - Second Bundesliga

War auch nur einer von vielen: Christian Titz


Das Problem könnte jedoch sein, dass Wolf in dem schweren Umfeld - wie dem in Hamburg - scheitert. Die Hamburger sind dafür bekannt, dass sie ihren Trainer bei sportlichem Misserfolgs ziemlich schnell entlassen. So hatte der HSV in den letzten 14 Monaten mit Markus Gisdol, Bernd Hollerbach, Christian Titz und nun Hannes Wolf ganze vier Trainer. Zudem darf Wolf nicht unbedingt auf die Rückendeckung der Fans hoffen. Die Anhänger mochten ihren Trainer bis dato sehr und waren zuletzt sehr sauer darüber, dass Titz den Verein verlassen musste.


Im Großen und Ganzen könnte Wolf in Hamburg dann eher doch scheitern. Die Vergangenheit macht keine großen Hoffnungen, dass der Trainer die Zeit in Hamburg ohne Probleme überstehen wird, zumal nun auswärts beim 1. FC Magdeburg (2. Bundesliga), Wehen Wiesbaden (Pokal) und dann zuhause gegen den 1. FC Köln (2. Bundesliga) keine einfachen Gegner warten - und die Misere verschärfen könnten.