Bei Borussia Dortmund ist Paco Alcácer der Mann der Stunde. Der Stürmer, der laut der spanischen Medienlandschaft als "historischer Fehler" in die Geschichte des ​FC Barcelona eingehen wird, trifft derzeit sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft wie am Fließband und scheint im neuen, schwarz-gelben Gewand seinen Spaß am Fußball wiedergefunden zu haben. Der Haken: Noch ist Alcácer lediglich bis zum Ende der Saison ausgeliehen - doch eine feste Verpflichtung scheint nur noch eine reine Formalität zu sein.  ​


Möglich macht dies ​die im Leihvertrag festgeschriebene Kaufoption, die bei 23 Millionen Euro liegt, jedoch aufgrund von Bonuszahlungen auf bis zu 28 Millionen Euro ansteigen könnte. Ähnlich wie bei James Rodriguez, der ebenfalls bis 2019 von Real Madrid an den FC Bayern ausgeliehen wurde, entscheiden einzig und allein die Bosse des BVB über die Zukunft ihres neuen Torjägers (sieben Tore in vier Spielen).

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  Er trifft und trifft und trifft: Paco Alcácer (Vordergrund) versetzte in den vergangenen Tagen alle Verantwortlichen, Fans und Experten ins Staunen



Schnell beeindruckte Alcácer nicht nur Trainer Lucien Favre, sondern auch seine Mitspieler und die übrigen Verantwortlichen um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc - allen voran allerdings die Fans. Wie kürzlich berichtet wurde, scheint daher zwischen Spieler und Verein alles klar zu sein. Demnach steht bereits der ​Anschlussvertrag bis 2023, Alcácers Gehalt soll auf acht Millionen Euro angehoben werden. 


Bleibt nur noch die Frage, wie lange die Dortmunder noch zögern werden, ehe die Kaufoption endgültig gezogen wird. Wie Oscar Grau, Geschäftsführer des FC Barcelona, am Rande eines Sponsorentermins verriet, scheint der Transfer nur noch eine reine Formalität zu sein: "Borussia Dortmund hat uns bereits gesagt, dass sie den Kauf von Paco Alcácer wirksam machen wollen", so der 54-Jährige.


Somit hat die lange Stürmersuche das wohl bestmögliche Ende für die Westfalen gefunden. Nach dem vorzeitigen Abgang von Michy Batshuayi, der in dieser Saison für den FC Valencia aufläuft, folgte über Monate hinweg eine relativ erfolglose Suche - ehe der Transfer von Alcácer eingetütet wurde. Die Geduld hat sich ausgezahlt, denn nun hat der BVB nach dem Verlust von Pierre-Emerick Aubameyang wieder einen - hoffentlich langfristigen - Knipser.