​Der ​SV Sandhausen hat einen neuen Trainer. Der Tabellen-17. der ​Zweiten Bundesliga hat am Montagnachmittag die Verpflichtung von Uwe Koschinat als neuen Chefcoach bekannt gegeben. Der 47-Jährige kommt von Drittligist Fortuna Köln und unterschreibt am Hardtwald einen Vertrag bis Sommer 2020.


Sandhausen hatte sich Anfang vergangene Woche von Kenan Kocak getrennt. Der 37-Jährige war über zwei Jahre Trainer beim SVS und musste nach der anhaltenden Ergebniskrise in der laufenden Spielzeit aber seinen Hut nehmen. 


Mit nur einem Sieg und zwei Remis nach neun Spieltagen ist das Ziel für Neu-Trainer Koschinat klar: Der Klassenerhalt soll her. "Es gab mehrere Gründe für den Schritt von der Fortuna zum SV Sandhausen, denn nach über sieben Jahren war es für mich an der Zeit, diese Herausforderung in der Zweiten Liga anzunehmen", erklärte Koschinat bei seiner Vorstellung.

"Ich bin mir der sportlichen Situation beim SVS durchaus bewusst, mit diesem Kader und diesen Charakteren kann ich aber guten Gewissens sagen, dass Sandhausen ohne Frage den Klassenerhalt schaffen kann. Ich werde alles daran setzen, schnellstmöglich gemeinsam mit meiner Mannschaft zu funktionieren“, gab er sich optimistisch.


In über sieben Jahren an der Seitenlinie von Fortuna Köln hatte Koschinat den Klub zurück in den Profi-Fußball geführt. Nun folgt der sofortige Wechsel eine Liga höher. "Für uns war wichtig, einen Trainer zu finden, der eine gewisse Ruhe und Gelassenheit, aber auch die notwendige Intensität im Abstiegskampf ausstrahlt. Die siebenjährige Kontinuität bei der Fortuna spricht für sich", so SVS-Geschäftsführer Sport Otmar Schork. "Uwe Koschinat war heute Morgen bereits bei der Mannschaft und wird mit dem bisherigen Trainerteam des SVS zusammenarbeiten. Der Fokus liegt absolut auf unserem Heimspiel gegen den FC Ingolstadt am Freitag.“


Dann kommt es zum Kellerduell der Zweiten Liga. Beide Teams rangieren mit fünf Punkten am Tabellenende - und bei beiden Mannschaften steht in dann in der laufenden Spielzeit bereits der zweite Trainer an der Seitenlinie. 


"Wir wollten einen Trainer, der Erfahrung im Profifußball hat, der glaubwürdig und authentisch ist und der den SVS als Chance und ernsthafte Herausforderung annimmt. Uwe Koschinat war bereits 2016 Kandidat für den Trainerposten. Wir stehen also schon länger mit ihm in Kontakt. Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat, wir haben eine super Entscheidung gefällt“, ist sich Sandhausens Präsident Jürgen Machmeier sicher.