​Die deutsche Nationalmannschaft steht nach der blamablen Weltmeisterschaft vor den beiden Nations-League-Partien gegen die Niederlande und Weltmeister Frankreich unter Druck, durch bessere Leistungen Vertrauen zurückzugewinnen. Dabei sind die Vorzeichen nach mehreren Absagen berufener Spieler und anhaltender Kritk an den Kadernominierungen von Bundestrainer Joachim Löw nicht die besten. Außerdem ist auch bei der Nationalmannschaft die Krise des FC Bayern ein Thema und könnte sich auf die kommenden Länderspiele auswirken. 


Bayern-Spieler wie Thomas Müller oder die FCB-Innenverteidiger Jerome Boateng und Mats Hummels gehören auch in der deutschen Nationalmannschaft zu den gesetzten Stammspielern, zeigten allerdings in den letzten Wochen schwache Leistungen und werden deshalb bei den anstehenden Länderspielen gegen die Niederlande und Frankreich unter verschärfter Beobachtung stehen. Dass der zuletzt enttäuschende Müller von Bundestrainer Löw eine Startelfgarantie erhielt, dürfte den Druck noch erhöhen.

Das weiß auch Müller selbst, der laut kicker aber gewohnt positiv bleibt: "Natürlich haben wir nach dieser WM den Druck, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Wir gehen mit einer gewissen Frische in die Partie und wollen auf jeden Fall zeigen, was wir können. Den Spielwitz, den man in den öffentlichen Einheiten erkennen konnte, den wollen wir mit ins Spiel rüber nehmen. Wir wollen drei Punkte holen, um uns zu positionieren in der Gruppe. Wir brennen und werden viel investieren." 


Doch trotz der positiven Einstellung ist auch dem mit 96 Länderspielen erfahrensten Nationalspieler bewusst, dass sich die Krise des ​FC Bayern auch auf die DFB-Elf auswirkt und welche Bedeutung die anstehenden Spiele für die Bewertung in der Öffentlichkeit haben: "Das Thema begleitet einen natürlich auch hier. Man sieht, wie schnell der Wind wechselt im Fußball, von schier unbesiegbar zu tiefgreifender Krise, aber natürlich ist es auch in die andere Richtung genauso schnell möglich." Dabei gilt es für Müller und Kollegen diese Worte nun in Taten auf dem Platz umzusetzen.