Das Scouting ist ein immer größerer Bestandteil der Zukunftsplanung von renommierten Profi-Vereinen. FC Barcelona, FC Chelsea, Bayern München - alle investieren Millionen in junge Talente und deren Sichtung. RB Leipzig ist nun, wenn man einem Bericht glauben darf, ein ganz besonderer Coup gelungen. 


So veröffentlichte zuletzt der britische Guardian seine Liste der weltbesten Talente des Jahrgangs 2001. Darunter auch RB-Leipzig-Talent Mads Bidstrup. Der 17-jährige Däne war im Januar aus der Jugend des FC Kopenhagen nach Leipzig gewechselt. Stale Solbakken, Ex-Trainer des 1. FC Köln und aktueller Kopenhagen-Coach, wollte sein Super-Talent eigentlich in der dänischen Hauptstadt behalten, doch Leipzigs Angebot war zu gut: Zwei Millionen Euro soll der damals 16-Jährige die Sachsen gekostet haben. 


Nun also kickt der Nachwuchs-Nationalspieler für die Nachwuchsabteilung von RB Leipzig und durfte in der A-Junioren-Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg und den FC St. Pauli starten. 


Was macht den jungen Dänen so besonders? 


Bidstrup, der im zentralen Mittelfeld zu Hause ist, kann trotz seiner Jugend ein Spiel leiten. Nicht nur weiß er mit seinen technischen Fähigkeiten zu überzeugen, auch seine Spielintelligenz und seine Führungsqualitäten sind beeindruckend. Der Guardian beschreibt das Talent als Spieler, "der seine Mannschaftskameraden mitreißt" und offensiv wie defensiv zu überzeugen wisse. Auf diese Weise hat sich der Leipziger "Jungbulle" in der dänischen U17-Nationalmannschaft zum Kapitän gemausert. 

U17 Denmark v U17 Germany - International Friendly

Bei Dänemarks U17 gibt Mads Bidstrup bereits den Ton an


Bidstrups U18-Nationaltrainer Michael Pedersen erinnert sich an das große Interesse, das internationale Topklubs an seinem Schützling äußerten, bevor dieser nach Deutschland zog: "Vor ein paar Jahren haben wir in einem großen Jugend-Turnier in Frankreich gespielt und alle Vereine, die die Spiele besucht haben, haben sich ihn angeschaut. Kurz darauf haben alle bei ihm angerufen." Ein begehrter junger Mann also, dieser Mads Bidstrup. Umso glücklicher waren im Januar Ralf Rangnik und der RB Leipzig, als sie ihn vom Verein überzeugen konnten. 


Doch noch ist das dänische Top-Talent nicht Profi. Zwar sei der 17-Jährige zahlreichen seiner Altersgenossen beim Leipziger Bundesligisten technisch deutlich überlegen, körperlich habe er jedoch noch Probleme, sich durchzusetzen. Das allerdings scheint ein Umstand zu sein, an dem der Nachwuchs-Star gut arbeiten kann. Und wenn er dann bereit ist, dürfen die Leipziger Fans auf ihr Top-60-Nachwuchstalent mächtig gespannt sein.