​​Marcel Schmelzer ist einer der erfolgreichsten deutschen Außenverteidiger der letzen Jahre. Doch obwohl der Linksverteidiger sich bei Borussia Dortmund immer wieder gegen seine Konkurrenten durchsetzen konnte, spielte er unter ​Joachim Löw in der Nationalmannschaft nie eine große Rolle. In einem Interview sprach der Routinier nun auch über sein Verhältnis zu dem Bundestrainer.


Dabei erklärte der 30-Jährige, dass insbesondere die Nichtberücksichtigung bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien für ihn ein schwerer Schlag gewesen war. "Um ehrlich zu sein, ist es sehr ärgerlich damals gewesen. Gerade auch die Art und Weise, wie es vor der WM dazu kam, dass ich nicht dabei gewesen bin", so der Abwehrspieler in einem Gespräch mit Sky


Vor der Endrunde, an deren Ende die DFB-Elf den Weltmeistertitel holen konnte, war der BVB-Profi noch eine halbwegs feste Größe gewesen, dass er dennoch nicht nominiert wurde, war damals nicht nur für den gebürtigen Magdeburger überraschend.

Germany v Chile - International Friendly

Sein letztes Länderspiel bestritt Marcel Schmelzer am 5. März 2014 gegen Chile



Auch um sich selbst zu schützen, hat sich der 16-fache Nationalspieler in der Folge von der Nationalmannschaft ein Stück weit emotional distanziert. "Ich habe dann wirklich irgendwann versucht damit abzuschließen, weil ich einfach gespürt habe, dass es egal wie ich spielen würde, nie dazu gereicht hat eingeladen zu werden", so der nachdenkliche Linksfuß. Dabei verwies der BVB-Profi darauf, dass er nicht einmal durch starke Leistungen unter Thomas Tuchel den Bundestrainer zum Umdenken bringen konnte.


Dass seine Nichtberücksichtigung nicht nur rein sportliche Gründe haben könnte, ließ der Außenverteidiger durch seine anschließende Bemerkung durchklingen. So sei er zu der Erkenntnis gekommen, dass es "wahrscheinlich zwischen mit und Joachim Löw einfach nicht passt". Sich von der DFB-Elf gedanklich zu lösen, bezeichnete er daher als "befreiend".