In der abgelaufenen Saison gehörte Andreas Christensen zu einer der positiven Erscheinungen beim ​FC Chelsea​, doch unter dem neuen Trainer Maurizio Sarri kommt der dänische Innenverteidiger kaum noch zum Zug. Daher steht laut Express ein Winter-Wechsel im Raum - und damit verbunden eine Rückkehr zu Borussia Mönchengladbach. Möglich machen soll dies eine mündliche Vereinbarung zwischen den Vereinen.


Im Sommer 2015 sicherten sich die 'Fohlen' erstmals die Dienste von Andreas Christensen, der für zwei Jahre auf Leihbasis an den Niederrhein wechselte. Positive Erfahrungen machten beide Seiten bereits beim Transfer von Thorgan Hazard, den es ebenfalls von London nach Mönchengladbach zog.


Doch im Gegensatz zum Belgier, der nach einer einjährigen Leihe für acht Millionen Euro fest verpflichtet wurde, ging Christensen zurück zu seinem Ausbildungsverein. Unter Antonio Conte schaffte er beim FC Chelsea den Durchbruch, stand in wettbewerbsübergreifend 40 Pflichtspielen auf dem Platz und sollte sich eigentlich auf lange Sicht zu einer festen Säule entwickeln. 


Unter Maurizio Sarri, der seinen Landsmann im Sommer beerbte, sieht das Bild jedoch anders aus: Christensen schmort meist auf der Bank, Einsätze gab es bis dato nur in der Europa League und im EFL Cup. In der Premier League hingegen erhalten Antonio Rüdiger und David Luiz den Vorzug.

Chelsea v Vidi FC - UEFA Europa League - Group L

  Aktuell darf Andreas Christensen (r.) nicht gegen die Premier-League-Elite ran - sondern gegen Vereine wie dem FC Vidi oder PAOK Saloniki


Die Resultate geben Sarri recht. Für Christensen ergibt sich dadurch allerdings eine schwierige Situation: "In den vergangenen Jahren habe ich regelmäßig in meinen Mannschaften gespielt. Es ist zu früh, um darüber zu sprechen, wann und ob ich überhaupt gehen werde. Aber das ist hier keine gute Situation für mich. Ich sehe nicht, dass ich bleibe, sofern sich die Situation in Zukunft nicht ändern wird", ​sagte er spürbar frustriert gegenüber der dänischen Tageszeitung BT


Plant Eberl eine Rückhol-Aktion?


Zugute kommen könnte dies Ex-Klub Borussia Mönchengladbach. Wie der Express meldet, arbeitet Sportdirektor Max Eberl offenbar an einer Rückkehr im Winter. Vorstellbar sei zunächst ein Leihgeschäft, eine - wohl nicht allzu niedrige - Ablösesumme scheint man nach dem Transfer von Alassane Plea nicht mehr stemmen zu können. Ermöglicht werden soll dies durch eine mündliche Vereinbarung, nach der Christensen zur Borussia zurückkehren könne, sollte er in London nicht regelmäßig spielen.


Helfen könnte auch das Verhältnis zwischen Eberl und Sten Christensen, Vater und Berater des 22-Jährigen. Der Kontakt sei "nie abgerissen", weshalb sich möglicherweise auch die Familie für einen erneuten Wechsel nach Gladbach aussprechen könnte.

Borussia Moenchengladbach v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

  Bei 'Sky 90' offenbarte Max Eberl hohe Ziele, weshalb der Sportdirektor die Mannschaft weiterhin verstärken will


Wie das Blatt ​in einem weiteren Artikel berichtet, hängt dies offenbar mit den hohen Zielen des Sportdirektors zusammen: "Ich habe immer gesagt, dass mir in Gladbach noch etwas fehlt. Wir hatten Abstiegskampf, Relegation, Champions League, Euro League, Pokal-Halbfinale. Aber ich habe noch kein Finale erlebt und keinen Pokal in den Händen gehalten." Ein Titelgewinn wäre für den 45-Jährigen "das Allergrößte", weshalb Eberl neben der Verbesserung der Infrastruktur offenbar verschärft am Kader bastelt. 


Um dieses Ziel zu erreichen, soll daher auch Andreas Christensen zurückkehren. Zwar sind Matthias Ginter und Nico Elvedi in der Zentrale gesetzt, doch der Däne würde Trainer Dieter Hecking noch mehr Möglichkeiten in der taktischen Ausrichtung eröffnen. Zudem wissen die Verantwortlichen auch: Bei den Fans genoss Christensen stets eine hohe Anerkennung, die er sich durch seine herausragenden Leistungen erarbeitete. Eine Rückkehr würden daher wohl alle Seiten bevorzugen. Stellt sich nur noch die Frage, wie der Verein einen Transfer finanzieren will.