Aktuell pausiert die Bundesliga aufgrund der anstehenden Länderspielpause. Dies wird allerdings nicht die letzte Unterbrechung bis Jahresende sein, da im November erneut die Nationalmannschaften in den Vordergrund rücken. Aus Sicht von ​Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß müsse man jedoch eine bessere Lösung finden. "Das ist Wahnsinn", machte der 66-Jährige gegenüber dem kicker deutlich. 


Die Unterbrechung des Ligabetriebs durch die Länderspiele war schon in der Vergangenheit immer wieder ein Thema, und auch in diesem Jahr sorgen die Einsätze der Nationalmannschaft für Ärger. Die erste Pause fand bereits vor einem Monat statt, doch sowohl bis zum 16. Oktober sowie vom fünften bis 13. November herrscht erneut eine Abstellungspflicht für die 18 Bundesligavereine. Aus Sicht von Uli Hoeneß ein Unding. Es sei "dringend notwendig, dass die Bundesliga nicht ständig durch diese Pausen in ihrem Rhythmus unterbrochen wird. Wir haben drei Unterbrechungen in der Hinrunde, das ist Wahnsinn", so der Präsident des aktuell kriselnden FC Bayern München.


Es dürfe "auch im Sinne der [...] Stadionbesucher" lediglich eine Länderspielpause geben. "Den Rest der Länderspiele sollten sie am Ende der Hinrunde, in der zweiten oder dritten Dezember-Woche, also kurz vor Weihnachten, durchführen oder direkt nach der Winterpause ab dem 15. Januar", lautet Hoeneß' Vorschlag.

FC Bayern Muenchen v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

    Wettert ebenfalls gegen die erneute Unterbrechung: Rudi Völler


Unterstützung erhält er dabei von Rudi Völler. Der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen moniert: "Wir haben mit der Saison viel zu spät angefangen. Italien und Spanien, die sonst immer nach der Bundesliga gestartet sind, haben zum ersten Mal seit Jahrzehnten mit der Meisterschaft vor uns begonnen. Die Konsequenz ist: Obwohl wir nur 18 Vereine haben, haben wir englische Wochen."


Gerade für die Europapokal-Teilnehmer, die dadurch eine erhöhte Belastung kompensieren müssen, sei die Terminierung der Länderspiele alles andere als förderlich. "Das darf nicht noch einmal passieren", so Völler deutlich. Trotz der Weltmeisterschaft hätte man "einfach zwei Wochen früher anfangen müssen." Speziell die Unterbrechung im November sei "am problematischsten. Die im September tut weniger weh, aber die im Oktober und November umso mehr, wenn es vorher und hinterher englische Wochen gibt."