​Der ​1. FC Köln musste in diesem Jahr den bitteren Gang in die zweite Liga hinnehmen. Nach neun Spieltagen liegt der 'Effzeh' unter dem neuen Trainer ​Markus Anfang im Unterhaus derzeit auf dem ersten Tabellenplatz und auch die wirtschaftlichen Zahlen, die der Verein am Mittwochabend auf der Mitgliederversammlung präsentierte, waren Anlass zur Freude. Getrübt wird die Stimmung beim Traditionsverein hingegen durch das angespannte Verhältnis zwischen der Vereinsführung und den Ultras.


So erklärte Vereins-Präsident Werner Spinner seine Enttäuschung über das häufige Fehlverhalten der Ultras und Hooligans in den letzen Jahren. "Viele Experten haben mich 2012 vor dem Dialog gewarnt. Heute muss ich sagen, die Leute haben Recht gehabt", so der 69-Jährige. 


Auch Vizepräsident Markus Ritterbach fand drastische Worte und sprach vor den rund 6000 anwesenden Mitgliedern von einer Verrohung im Fußball: "Gegnerischen Spielern zu wünschen, sie sollen sich vor einen Zug werfen, hat nichts mit Fußball-Kultur zu tun. Pyrotechnik auf Kinder zu schießen, hat nichts mit Fußball-Kultur zu tun."

Während sich auch Klub-Legende Toni Schumacher über die Anfeindungen in Richtung der Klubführung beschwerte und mehr Respekt einforderte, stimmten die präsentierten Zahlen sowohl den Vorstand, als auch die Fans etwas milde. Schließlich konnten die Kölner zum vierten Mal in Folge einen Rekordumsatz präsentieren. So stieg der Umsatz im Vergleich zu 2016/17 um 42,6 Millionen Euro auf 171,8 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern liegt damit bei 17,3 Millionen Euro.


Ein Grund für die guten Zahlen des Traditionsvereins war die Teilnahme an der Europa League und die großen Transfererlöse. ​Alexander Wehrle erklärte, dass diese wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entscheidend geholfen hatten, schnell eine tatkräftige Zweitligamannschaft auf die Beine zu stellen. "Das alles sind Zahlen eines wirtschaftlich stabilen und gesunden Klubs. Es sind Zahlen, auf die der 1. FC Köln stolz sein kann", so der Geschäftsführer. Dennoch müsse es weiterhin das "oberste Ziel sein, erstklassig zu spielen".