Im Sommer verließ Juan Bernat den ​FC Bayern München nach vier Jahren in Richtung Paris St. Germain. Der Linksverteidiger sollte den Münchenern, wie zunächst berichtet, etwa 15 Millionen Euro in die Kassen spülen. Doch offenbar musste PSG in Wahrheit nur einen Bruchteil der Summe zahlen.


Dies berichtet Christian Falk, Fußballchef der Sport Bild​. Falk enthüllt immer wieder exklusive Informationen über die Transferangelegenheiten des FC Bayern, gab so beispielsweise stets Updates zu den Verhandlungen in Bezug auf eines möglichen Transfers von Jerome Boateng, der ebenfalls mit einem Wechsel in die französische Hauptstadt in Verbindung gebracht wurde.


​Schlussendlich wechselte nur Bernat am Deadline-Day nach Paris. Unter Thomas Tuchel kommt der 25-Jährige regelmäßig zum Einsatz und absolvierte bis dato sechs Pflichtspiele. In München musste er sich in der Vergangenheit hinter David Alaba anstellen, der seit Jahren auf der linken Abwehrseite gesetzt ist.


Bernats Vertrag in München wäre im kommenden Jahr geendet, weshalb sich in der abgelaufenen Transferperiode die letzte Gelegenheit bot, um den unzufriedenen Spanier entgegen einer Ablösesumme abzugeben. Diese lag ersten Meldungen zufolge bei etwa 15 Millionen Euro, doch laut Falk habe PSG lediglich fünf Millionen Euro zahlen müssen.

Aufgrund der Personalsituation des Rekordmeisters erschien der Transfer ohnehin fragwürdig, die neue Ablösesumme hinterlässt nun einen noch faderen Beigeschmack. ​Alaba zog sich bei der 0:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach einen kleinen Muskelfaserriss zu, aufgrund der Verletzung von Rafinha hätte man den Österreicher nicht ersetzen können. Glücklicherweise steht nun die erneute Länderspielpause an, weshalb Alaba im nächsten Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg voraussichtlich wieder auflaufen wird.


Die neueste Enthüllung in der Causa Bernat verdeutlicht jedoch: ​Die Transferpolitik des FC Bayern wirft in diesem Jahr viele berechtigte Fragen auf. Durch die Verkäufe von Arturo Vidal, Sebastian Rudy und insbesondere Juan Bernat hat man sich in eine Situation gebracht, in der man kaum auf Verletzungen reagieren kann. Daher muss beispielsweise Nachwuchsspieler Jonathan Meier aktuell bei den Profis aushelfen, um zur Not als Außenverteidiger einspringen zu können.