​Hertha BSC Berlin befindet sich auf einem ungeahnten Höhenflug. Trainer Pal Dardai wünscht sich, oben in der Tabelle zu bleiben. Durch die Verletzung von Niklas Stark ist dieses Unterfangen jedoch nicht leichter geworden. 


Der 23-jährige Innenverteidiger Stark hat sich am Samstag bei einem elfmeterwürdigen, aber nicht geahndeten Foul an Jonathan Burkardt am Sprunggelenk verletzt und die Mainzer Arena auf Krücken verlassen. Trainer Pal Dardai befürchtet Schlimmes: "Es kann sein, dass er eine Weile aussetzen muss. Die finale Untersuchung ist am Montag. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen. Aber es sieht nicht gut aus", sagte er der Berliner Zeitung.


Nach der Achillessehenenverletzung von Jordan Torunarigha kommt der Ausfall des nächsten Innenverteidigers zur Unzeit. „Mein Co-Trainer Rainer Widmayer und ich machen Extra-Training in der Länderspielpause. Vielleicht können wir dann in der Verteidigung spielen", scherzte Dardai im Hinblick auf den Personalnotstand. 


Lustenberger oder Luckassen sind Alternativen


Fabian Lustenberger oder Derrick Luckassen könnten Stark ersetzen und neben Karim Rekik im nächsten Spiel gegen den SC Freiburg das Abwehrzentrum bilden. Trotz der Invaliden-Liste rangieren die Berliner auf Platz fünf. Vor einer Woche besiegte man den FC Bayern mit 2:0, das torlose Remis in Mainz wird daher eher als Rückschritt gewertet. 


Pal Dardai will den guten Tabellenplatz nicht aus der Hand geben. „Es macht Spaß da oben zu sein. Es ist Selbstvertrauen da, dadurch fallen einige Dinge leichter", betonte der Ungar. Natürlich wolle man oben dran bleiben. Doch dafür müsse man "Heimspiele gewinnen und auswärts immer wieder Punkten."


„Gegen viele schwere Gegner haben wir schon gespielt. Das müssen wir ausnutzen. Wenn wir konsequent weiter punkten, wird das eine schöne Winterpause. Aber es darf kein Schlüsselspieler mehr ausfallen", sagte Dardai. 


Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen oder Bayern München hat die "Alte Dame" schon hinter sich. Am 27. Oktober treffen die Hauptstädter auf Borussia Dortmund, eine Woche später empfängt man RB Leipzig. Danach werden die Aufgaben zumindest auf dem Papier einfacher.