​​Eintracht Frankfurt hat am Donnerstagabend auch das zweite Europa-League-Gruppenspiel gewonnen. In einer unterhaltsamen Partie setzten sich die Hessen gegen ​Lazio Rom klar mit 4:1 durch. Die Mannschaft von Cheftrainer Adi Hütter zeigte dabei eine starke Leistung, profitierte allerdings auch von zwei Platzverweisen für die Gäste. 


Eintracht Frankfurt - Lazio Rom 4:1 (2:1)

Tore: 1:0 Danny da Costa (4.), 1:1 Marco Parolo (23.), 2:1 Filip Kostic (28.), 3:1 Luka Jovic (52.), 4:1 Danny da Costa (90.+4)



Frankfurts Cheftrainer Hütter veränderte seine Startelf im Vergleich zum deutlichen 4:1-Heimerfolg gegen Hannover 96 auf drei Positionen. Luka Jovic, Mijat Gacinovic und Simon Falette ersetzten Ante Rebic, Allan und Evan Ndicka.


Lazio-Coach Simone Inzaghi schmiss nach der 1:3-Pleite im Stadtderby gegen die AS Rom die Rotationsmaschine an und baute seine Anfangsformation auf fünf Positionen um. Silvio Proto, Wallace, Dusan Basta, Riza Durmisi und Joaquin Correa rückten für Thomas Strakosha, Senad Lulic, Luis Alberto, Martin Caceres und Adam Marusic in die Startelf.

Die Eintracht erwischte einen Auftakt nach Maß und ging mit der ersten nennenswerten Torchance in Führung. Nach einem Eckball von Jonathan de Guzman war Danny da Costa am Fünfmeterraum zur Stelle und traf per Direktabnahme zum 1:0 (4.). Lazio war nach dem frühen Rückstand um eine schnelle Antwort bemüht. Kevin Trapp war bei einem abgefälschten Schuss von Lucas Leiva auf dem Posten (8.). Wenige Augenblicke später entschärfte der SGE-Schlussmann einen Aufsetzer von Ciro Immobile mit einer sehenswerten Parade (10.).


Die Gäste hatten in der Folgezeit weiter mehr vom Spiel und glichen nach einem Konter aus. Über Immobile landete der Ball bei Correa, dessen flache Hereingabe von links Marco Parolo relativ unbedrängt zum 1:1 einschob (23.). Die Antwort der Hessen ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nach starkem Einsatz von Sebastien Haller legte Gacinovic die Kugel vom Fünfmetereck in den Rücken der Lazio-Abwehr ab. Dort rauschte Filip Kostic heran und hämmerte den Ball unter die Latte (28.).

Der zweite Treffer gab den Frankfurtern Auftrieb. Die Hütter-Elf war nun deutlich präsenter in den Zweikämpfen und zwang die Römer mit aggressiven Pressing immer wieder zu Fehlern. Zwingende Torchancen blieben bis zur Halbzeit jedoch Mangelware. Unmittelbar vor der Halbzeitpause dezimierten sich die Gäste, als der bereits verwarnte Basta nach einem taktischen Foul die Gelb-Rote Karte sah (45.+3). 


Personell unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff war es Correa, der eine Direktabnahme deutlich über das Tor setzte (47.). Die Gastgeber wussten die Überzahl zu nutzen und erspielten sich einige gute Konterchancen. Ein Steilpass von Gacinovic erreichte Jovic, dessen Flachschuss knapp am linken Pfosten vorbeirauschte (49.). Wenige Minuten später hatte der serbische Nationalspieler das Glück auf seiner Seite. 

Eintracht Frankfurt v SS Lazio - UEFA Europa League - Group H

Luka Jovic (l.) trifft per Heber zum 3:1


Haller marschierte über die rechte Seite und legte kurz vor dem Strafraum quer zu Jovic, der alleine vor Proto die Nerven behielt und den Ball über den Schlussmann hinweg in die Maschen hob (52.). Nach knapp einer Stunde flog mit Correa der nächste Gästespieler vom Platz. Der 24-Jährige sah für ein grobes Foulspiel an de Guzman den Roten Karton (58.). In doppelter Überzahl ließ es die SGE etwas ruhiger angehen und verwaltete die Führung. 


Einige Spielerwechsel sorgten zudem dafür, dass nur noch selten Spielfluss aufkam. Erst in den letzten 20 Minuten erspielten sich die Hausherren noch die eine oder andere Torchance. Nach einer Hereingabe von Haller verpasste der eingewechselte Rebic den Ball um wenige Zentimeter (74.). Die unplatzierten Abschlüsse von Haller (85.) und Rebic (89.) stellten Proto vor keine größeren Probleme. Den Schlusspunkt setzte da Costa, der nach einer Flanke von Taleb Tawatha zum 4:1-Endstand traf (90.+4).