​Als vor der Saison über die möglichen Stammspieler bei ​​Borussia ​Mönchengladbach spekuliert wurde, war ​Jonas Hofmann nicht allzu hoch im Kurs. Zu schwankend waren die Leistungen des Mittelfeldmannes in der Vergangenheit und vermeintlich zu groß die Konkurrenz bei den 'Fohlen'. Doch nach einer starken Vorbereitung ist der 26-Jährige bei den Borussen absolut gesetzt und hat sich auch in den Dunstkreis der DFB-Elf gespielt. Diese unerwartete Anerkennung pusht den Offensivspieler nun umso mehr. 


Beim 2:2 gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Spieltag stand Hofmann zum ersten Mal nicht im Kader von Trainer Dieter Hecking. Dies hatte aber keine leistungsbedingten Gründe, sondern diente lediglich der Belastungssteuerung vor dem Kracher am kommenden Samstagabend gegen den FC Bayern München. In den Spielen zuvor hatte der ehemalige Dortmunder derart überzeugt, dass auch Bundestrainer ​Joachim Löw immer häufiger in Richtung Niederrhein blickte.

So hatte der 58-Jährige in der letzten Woche bei einem FIFA-Kongress erklärt, dass er große Stücke auf den Mittelfeldakteur hält. "Ich finde Hofmann gut. Es hat ihm in den letzten Jahren ein wenig an Konstanz gefehlt, aber er ist ein Spieler, der technisch gut ist und gute Laufwege macht", wird der Nationaltrainer von der BILD zitiert. Diese Worte gehen bei dem zentralen Mittelfeldspieler der Gladbacher natürlich runter wie Öl. 


So verriet er gegenüber der BILD, dass die Nationalmannschaft "ein Traum für jeden Profi" sei. "Wenn man selbst hohe Ansprüche an sich stellt, dann ist doch klar, dass mich solche Sätze pushen. Man wird dadurch noch zielstrebiger und noch geiler darauf, weiter so gut zu spielen", so Hofmann. Dass beim Spiel gegen die Bayern der Bundestrainer mit Sicherheit auf der Tribüne sitzen wird, ist daher ein besonderer Ansporn für den ehrgeizigen Profi, der darauf hofft, an die guten Leistungen der letzten Spiele anzuknüpfen.


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Joachim Löw beschäftigt sich intensiv mit Jonas Hofmann


"Das würde bestimmt den Eindruck, den Löw von mir hat, sicher noch verstärken", so der gebürtige Heidelberger, der insgeheim womöglich bereits auf eine Einladung für die kommenden Länderspiele in der Nations League gegen Niederlande und Frankreich hofft. Eine Galavorstellung gegen die Münchener käme da wohl gerade zur rechten Zeit.