Nach dem knappen 1:0-Heimerfolg gegen Mainz 05 konnte der ​FC Schalke 04 auch sein zweites Pflichtspiel in Folge siegreich bestreiten, als man im Rahmen des zweiten Champions-League-Spieltags ebenfalls mit 1:0 beim russischen Meister Lokomotive Moskau gewann. Eine insgesamt höhepunktarme Partie entschied Weston McKennie wenige Minuten vor Schluss zu Gunsten des Bundesligisten, der nun mit vier Punkten - zumindest vorübergehend - die Gruppe D anführt.


Lokomotive Moskau – FC Schalke 04 0:1 (0:0)

Tore: 0:1 McKennie (88.)

Zuschauer: 27.000


S04-Coach Domenico Tedesco warf die Rotationsmaschine an und änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Mainz 05 auf sechs Positionen: McKennie, Rudy, Naldo, Mascarell, Uth und Embolo begannen für Harit (Oberschenkelverletzung), Schöpf (Infekt), Nastasic, Serdar, Bentaleb und Burgstaller (alle Bank).

Auf der anderen Seite entschied sich Moskaus Trainer Yuri Semin für ein 4-5-1-System mit Guilherme zwischen den Pfosten. Der Ex-Schalker Benedikt Höwedes durfte gegen seine alte Liebe von Beginn an ran und verteidigte zusammen mit Kvirkvelia in der Abwehrzentrale, im Sturmzentrum agierte der 1,90 Meter hochgewachsene Eder.

Höhepunktarmer erster Durchgang - Fährmann muss eingreifen

Wer mit einem offenen Schlagabtausch beider Mannschaften gerechnet hat, kam wahrlich nicht auf seine Kosten, denn es dauerte insgesamt 27 Minuten bis es erstmals gefährlich wurde: Rund 16 Meter vor dem Tor fiel Moskaus Dmitri Barinov der Ball vor die Füße, seinen satten Abschluss parierte Fährmann stark. Insgesamt sahen die knapp 27.000 Zuschauer in der RZD Arena ein von Zweikämpfen geprägtes Spiel, das sich hauptsächlich im Mittelfeld abspielte. Torraumszenen blieben in den ersten 45 Minuten daher auch absolute Mangelware, sodass es torlos und mit viel Luft nach oben in die Kabinen ging.

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McKennie (l.) und Naldo (r.) im Luftduell mit Moskaus Dmitri Barinov


​Schalkes Trainer Domenico Tedesco reagierte nach der Halbzeit und brachte Suat Serdar für Omar Mascarell, der bei seinem Startelfdebüt für die Knappen keinen bleibenden Eindruck hinterließ. Wenig später musste dann auch der wirkungslose Sebastian Rudy weichen, für ihn kam Nabil Bentaleb in die Partie (55.). Die beiden Joker sollten den Königsblauen frischen Wind in die Segel setzen - und taten dies auch. Die Hausherren überließen den Gästen in der Folge mehr und mehr das Spielgeschehen, allerdings fehlte dem Bundesligist weiterhin die zündende Idee – und zum Teil das Quäntchen Glück: Mark Uth scheiterte gleich mehrfach an Moskaus Keeper Guilherme (69./72.) und hatte Pech, dass sein Schussversuch von der Strafraumkante haarscharf am Kasten vorbeizischte (85.).

McKennie avanciert zum Matchwinner

Wenige Minuten vor Abpfiff der Partie hatten die Schalker allerdings doch noch Grund zum Jubeln: Eine Konoplyanka-Ecke segelte durch den russischen Strafraum und fand Weston McKennie, der entschlossen zur Führung einköpfte - das 1:0 und gleichzeitig auch der Schlusspunkt der Partie (88.)!

Damit gewannen die Knappen - nach dem 1:0-Sieg gegen Mainz 05 - ihr zweites Pflichtspiel in Folge und gingen in der Champions League einen wichtigen Schritt in Richtung K.O.-Phase. Für die Mannschaft von Cheftrainer Yuri Semin hingegen war es in der Königsklasse die zweite Niederlage in Folge.

​Ob es in der Liga besser klappt? Dort ist Lok Moskau am kommenden Sonntagabend (18:00 Uhr) gefordert, wenn man im Hauptstadt-Derby bei ZSKA gastiert. Für die Tedesco-Elf geht es in der Bundesliga am kommenden Samstagnachmittag (15:30 Uhr) gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf weiter.