​Eintracht Frankfurt ist wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen ideenlose Hannoveraner hatten die Hessen beim 4:1-Heimsieg wenig Probleme. Für Hannover 96 wird die Lage nach der vierten Niederlage in Folge indes immer düsterer. 


Sowohl Frankfurts Trainer Adi Hütter als auch Hannovers Coach Andre Breitenreiter krempelten die Startformationen ihrer Teams gehörig um. Im Vergleich zur 1:3-Pleite gegen Gladbach gab Hütter Torro, de Guzman, Rebic, Allan und Russ den Vorzug für den angeschlagenen Abraham, Willems, Fernandes, Müller und Gacinovic. Hannovers Übungsleiter schickte mit Albornoz, Felipe, Korb und Fossum für Ostrzolek, Wimmer, Maina und Bakalorz gleich vier Neue aufs Feld. 


Anstatt in einem üblichen 4-2-3-1 ließ Hütter seine Mannschaft in einem 3-5-2 spielen. Zunächst nahm die Eintracht die Kontrolle über das Spiel in die Hand, während Hannover zurückhaltend agierte. In der 18. Minute köpfte Torro knapp über den Kasten, es war die erste Chance in einer anfangs höhepunktarmen Begegnung. 


Die Niedersachsen schlugen viele hohe Bälle, die nahezu alle verpufften. Wenig zielstrebig und ideenlos versuchten sie sich im Angriffsspiel. In der 36. Minute schoss Frankfurt dann das erste Tor. Hannover hatte Probleme dabei, eine Ecke zu entschärfen, daher kehrte der Ball umgehend in den Strafraum zurück, wo sich Haller im Luftzweikampf gegen Anton durchsetzte und Ndicka auflegte, der mit seinem linken Fuß zum 1:0 einschob.


Kurz vor der Halbzeit traf Frankfurt zu einem mental wichtigen Zeitpunkt. Wieder war Haller beteiligt. Der Mittelstürmer spielte auf Rebic, der Sorg im Eins-gegen-Eins umkurvte und Torwart Esser aus 14 Metern keine Chance ließ. 2:0 Frankfurt.


Zur Halbzeit brachte Breitenreiter mit Weydandt und Wood für Füllkrug und Walace zwei frische Offensivkräfte. Das Signal war eindeutig: Der 44-Jährige war mit der ersten Hälfte alles andere als zufrieden und wollte daher für mehr offensive Gefahr sorgen. Zunächst bemühte sich Hannover auch um mehr Impulse, doch zwingend waren die Angriffe nicht. 

Stattdessen folgte nach einer Stunde fast schon die Vorentscheidung. Rebic setzte sich gegen Anton durch und legte quer auf den im Strafraum freistehenden de Guzman, der ins leere Tor einschob. 


Das 1:3 der Gäste blieb nur noch Ergebniskosmetik. Der eingewechselte Muslija traf in seinem Bundesliga-Debüt. In der 89. Minute netzte mit Jovic noch ein Joker, Eintrachts Stürmer erzielte den 4:1-Endstand nach Vorarbeit von de Guzman. Mit dem ersten Heimsieg der Sais rückt Frankfurt auf Platz elf vor, Hannover befindet sich in freiem Fall und ist Tabellenletzter.​