​Eintracht Frankfurts nächster Europa-League-Gegner Lazio Rom verliert ein wildes Derby mit 1:3 gegen den AS Rom. Obwohl die "Biancoceleste" nach zuletzt vier Serie-A-Siegen am Stück wieder einmal gegen ein italienisches Schwergewicht verliert, gibt ihre Leistung Grund zur Hoffnung.

Lazio Roms Serie von fünf Pflichtspielsiegen in Folge ist gerissen. Nach ihren beiden Auftaktniederlagen gegen Neapel und Juventus Turin hat die Mannschaft von Simone Inzaghi wieder einmal gegen ein Top-Team verloren. Gegen den Rivalen AS Rom musste Lazio den Kürzeren ziehen. 


Lazio Roms Trainer hatte eine Dreierkette aus Caceres, Acerbi sowie Luiz Felipe aufs Feld geschickt. Auf den Außenpositionen begannen Marusic und Lulic. Vorne stürmte wie gewohnt Ciro Immobile. Zunächst versuchten die "Gäste" im Estadio Olimpico den Gegner tief in deren Hälfte anzulaufen, was in den ersten 20 Minuten auch gelang. Oft resultierten anfangs Gegenangriffe daraus, weil die Roma mit dem forschen Ansatz von Lazio nicht zurechtkam. 


Lazio beginnt mutig


In der 18. Minute hatte Marusic die erste Großchance für Lazio, doch der Montenegriner verzog aus sechs Metern. Kurz danach nahm der Ex-Dortmunder Immobile am zweiten Pfosten einen Ball per Volley aus der Luft, doch er traf nur den Rücken eines Gegenspielers. 


Taktisch war es eine hochinteressante Partie, weil allmählich auch der diesjährige Champions-League-Teilnehmer aufwachte und das Pressing mit zunehmender Spieldauer immer besser überspielte. In der 23. Minute dribbelte sich Edin Dzeko auf eigene Faust in den Strafraum, visierte die lange Ecke an, doch Lazio-Schlussmann Strakhosa war zur Stelle. Nur einen Moment später parierte erneut Strakhosa gegen Javier Pastore. 


Zwischen der 20. und 30. Minute ging es Schlag auf Schlag: Enormes Tempo auf beiden Seiten, und hochkarätige Torchancen. Man merkte, dass beide Mannschaften dieses römische Derby mit aller Macht für sich entscheiden wollten. Immobile scheiterte unter Bedrängnis an Roma-Torhüter Olsen (26.). Etwas später klärte Lazios Innenverteidiger Luiz Felipe gegen Florenzi, der ansonsten freie Schussbahn gehabt hätte. 


Pellegrini trifft mit der Hacke 


Trotz einer intensiven Partie verhielten sich die Spieler meist fair. Nach einer halben Stunde nahmen beide Teams etwas das Tempo raus. Doch in der 45. Minute gab es das erste Highlight zu bestaunen. Der AS Rom hatte einen langen Ball in den Strafraum geschlagen, Strakhosa war aus dem Tor gekommen und einige Lazio-Verteidiger standen für einen Moment unsortiert. Der eingewechselte Lorenzo Pellegrini nutzte diese Situation per Hacke zum 1:0. 


In der zweiten Hälfte traten beide Mannschaften sofort wieder mit hoher Laufbereitschaft auf. Große Tormöglichkeiten blieben zunächst aber aus. Es dauerte bis zur 67. Minute, als Ciro Immobile einen Stockfehler von Federico Fazio zum 1:1 nutzte. Der Abschluss des 28-Jährigen war eiskalt in die lange Ecke, nachdem er Fazio den Ball vom Fuß gespitzelt hatte. 


Drei Minuten später fällte Milan Badelj Pellegrini kurz vor dem Strafraum. Kolarov ließ sich diese Freistoß-Chance aus 17 Metern zentral nicht nehmen und hämmerte den Ball halbhoch ins rechte Eck. 


Lazio kam zwar noch zu ein paar Distanzschüssen, doch die Roma übernahm die Spielkontrolle und ließ in der Defensive nichts mehr anbrennen. Fünf Minuten vor dem Ende machte Fazio seinen Fehler wieder gut, als er eine scharf getretene Freistoß zum 3:1 in die Maschen köpfelte. Für den AS Roma war es ein ungemein wichtiger Sieg im Hinblick auf die Tabelle. Jetzt stehen sie nur noch einen Punkt (11) hinter dem Viertplatzierten Lazio (12).