BERLIN, GERMANY - SEPTEMBER 28: Players of Bayern Muenchen look dejected after losing the Bundesliga match between Hertha BSC and FC Bayern Muenchen at Olympiastadion on September 28, 2018 in Berlin, Germany. (Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images)

Fehleranalyse: Darum haben die Bayern ihre erste Saisonniederlage kassiert

Am Freitagabend musste der FC Bayern München die erste Saisonniederlage hinnehmen und offenbarte bei der 0:2-Schlappe gegen Hertha BSC einige ungeahnte Schwächen. Trainer Niko Kovac konnte daher mit dem Auftritt seines Starensembles nicht zufrieden sein.

1. Unsicherheitsfaktor Jerome Boateng

Beim Spiel gegen die Hertha erwischte der gebürtige Berliner Jerome Boateng alles andere als einen guten Tag. Den Führungstreffer begünstigte der Nationalspieler durch ein unnötiges Foul, was zu einem Elfmeter führte. Auch bei der Entstehung vor dem 2:0 der Gastgeber wirkte der Innenverteidiger nicht aufmerksam genug und wurde im Anschluss nicht nur von TV-Experte Matthias Sammer zurecht kritisiert.

2. Miserable Chancenverwertung

In der Partie gegen die Berliner erspielten sich die Bayern in der zweiten Halbzeit ein paar aussichtsreiche Chancen. Dabei ließen die Spieler von Trainer Niko Kovac ausgerechnet zur Wiesn-Zeit das nötige Zielwasser aber komplett verlassen. Von 26 Abschlüssen fanden so nur fünf Schüsse überhaupt den Weg in Richtung gegnerisches Gehäuse.

3. Hertha in der ersten Halbzeit spielerisch mindestens auf Augenhöhe

Insbesondere in der ersten Halbzeit ließ sich der deutsche Rekordmeister ziemlich den Schneid abkaufen und wurde immer wieder bereits im Mittelfeld intensiv gestört. So erklärte Hertha-Trainer Pal Dardai nach der Partie laut der Süddeutschen Zeitung voller Stolz, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit "spielerisch einen Tick besser" gewesen wäre. 

4. Hertha zeigte bessere Einstellung

In der zweiten Halbzeit konnten die Bayern zwar etwas dominanter auftreten, das Team von Trainer Pal Dardai hielt jedoch stark dagegen. Dabei lobte Torhüter Thomas Kraft nach der Partie gegenüber Eurosport die Einstellung seiner Teamkollegen. "Wir haben das im Kollektiv aber sehr gut verteidigt", so der Keeper. Manuel Neuer hingegen monierte die mangelnde Mentalität in den Reihen des Rekordmeisters. "In der ersten Halbzeit waren wir nicht zu einhundert Prozent präsent", so der Nationalspieler.

5. Arjen Robben bleibt blass

Beim Spiel gegen die Herthaner konnte Arjen Robben dem Spiel der Münchener kaum Impulse geben. In der 52. Spielminute wurde der Niederländer daher folgerichtig bereits durch Thomas Müller ersetzt, dem aber ebenfalls nichts Zählbares gelang. Fragen, ob die Bayern womöglich nach der Verletzung von Kingsley Coman auf den Außenbahnen doch zu dünn besetzt sind, haben ihre Daseinsberechtigung.