​Hannover 96 ist schwach in die Saison gestartet. Auch gegen Aufsteiger Nürnberg war für die Niedersachsen nichts zu holen. Die Niederlage gegen den "Club" geht allerdings auch auf eine umstrittene rote Karte für Miiko Albornoz in der ersten Halbzeit zurück. Hannovers Sportdirektor Horst Heldt wetterte nach der Partie daher über den Video Assistant Referee. 


​Horst Heldt und der Video-Schiedsrichter werden vermutlich keine Freunde mehr. Nachdem der Sportdirektor schon in der vergangenen Saison gegen die Umsetzung der neuen Technologie wetterte, kosteten umstrittene Entscheidungen des VAR den Niedersachsen in dieser Saison nun schon in zwei Spielen Punkte. Heldt schoss nach der 2:0-Pleite gegen Nürnberg erneut gegen den Video-Schiedsrichter.


"Ja, dann kam die Rote Karte und die war natürlich ein Witz. Erstens war es keine Rote Karte und zweitens muss man sagen: Wieder mal hat das System nicht funktioniert", monierte der 48-Jährige die Entscheidung auf der vereinseigenen Website. Hannover-Verteidiger Miiko Albornoz hatte als letzter Mann im Laufduell mit Nürnberg-Stürmer Misidjan eine Hand an die Schulter des "Clubberers" gelegt, der zu Boden ging. Schiedsrichter Bastian Dankert ließ zunächst laufen, schickte Albornoz nach Rücksprache mit dem VAR dann aber doch vom Platz - eine harte Entscheidung.

1. FC Nuernberg v Hannover 96 - Bundesliga

Sah gegen Nürnberg eine umstrittene rote Karte: 96-Verteidiger Miiko Albornoz 


Was Heldt stört, ist die Anwendung des Video-Schiedsrichters, der eigentlich nur bei einer klaren Fehlentscheidung eingreifen sollte: "Der Videoassistent in Köln hat sich mal wieder eingemischt, obwohl es sicherlich keine 'klare Fehlentscheidung' gewesen ist. Es bleibt ein Rätsel, warum das noch wie vor nicht funktioniert." Nach der frühen roten Karte fand Hannover in Nürnberg keine Lösungen mehr.


Nach einer durchwachsenen Premieren-Saison bleibt der Video-Schiedsrichter also weiterhin ein Thema. "Ich war von Beginn an dafür, aber es fällt mir schwer, es weiterhin so zu sagen", wurde Heldt schon im April von RP Online zitiert. Entscheidungen, wie die im Spiel zwischen Hannover und Nürnberg, werden die Aussichten auf eine Annäherung Heldts an den VAR nicht gerade verbessern.