Beim Spitzenspiel am Samstagnachmittag konnte sich Hertha BSC mit 4:2 gegen Borussia Mönchengladbach durchsetzen. Nachdem die Gäste in der 29. Spielminute per Foulelfmeter in Führung gehen konnten, benötigten die Herthaner nur fünf Minuten um das Spiel zu drehen. Mitten in eine kurze Drangphase der Gäste in der zweiten Halbzeit hinein, erhöhte Vedad Ibisevic mit seinem zweiten Tor auf 3:1. Nach einem Anschlusstreffer von Alassane Plea, stellte Ondrej Duda den alten Abstand aber schnell wieder her. Unterm Strich war die Mannschaft von Pal Dardai die klar aktivere Mannschaft und ging daher als verdienter Sieger vom Platz.


Hertha BSC - Borussia Mönchengladbach 4:2 (2:1)

Tore: 0:1 Hazard (29., FE), 1:1 Ibisevic (30.), 2:1 Lazaro (34.), 3:1 Ibisevic (63.), 3:2 Plea (67.), 4:2 Duda (73.)


Bei den Gastgebern nahm Trainer Pal Dardai im Vergleich zum 2:2-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg notgedrungen eine Veränderung vor. Für den verletzten Jordan Torunarigha rückte dabei der erfahrene Fabian Lustenberger neben Niklas Stark in die Innenverteidigung. Angreifer Davie Selke stand nach seinem auskurierten Pneumothorax zum ersten Mal wieder im Kader.


Nach dem 2:1-Heimsieg gegen den FC Schalke 04 am 3. Spieltag, schenkte Gladbach-Trainer Dieter Hecking derselben Startelf wieder das Vertrauen. Edeljoker Patrick Herrmann, dem beim Spiel gegen die 'Knappen' der Siegtreffer g, musste sich somit erneut mit einem Platz auf der Ersatzbank zufrieden geben. Im Mittelfeld konnte sich Denis Zakaria abermals gegen den jungen Florian Neuhaus durchsetzen. 


Vor 52.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion dauerte es nur wenige Minuten bis das Spiel Fahrt aufnahm. Bereits in der 4. Spielminute dribbelte sich Thorgan Hazard von der linken Seite bis in den Sechzehner der Gastgeber hinein. Der Abschluss des Belgiers landete jedoch links neben dem Pfosten. Die Antwort der Berliner ließ nicht lange auf sich warten. Ein Kopfball aus kurzer Distanz von Ondrej Duda flog jedoch über dem Querbalken hinweg. 


Die Berliner agierten aktiver als zuletzt. Die Gladbacher hingegen, überließen dem Hauptstadtklub die Kontrolle über das Spielgeschehen und versuchten über Konter für Gefahr zu sorgen. Mitte der zweiten Halbzeit hatten einige Hertha-Anhänger den Jubelschrei bereits auf den Lippen. Nach einer Ecke von Valentino Lazaro in der 23. Spielminute, erwischte der freistehende Salomon Kalou den Ball aber nicht richtig. Die Berliner tauchten nun häufiger im Strafraum der Gäste auf.


In der 27. Spielminute stellte sich aber Niklas Stark bei einem Zweikampf im eigenen Sechzehner sehr ungeschickt an und brachte seinen Gegenspieler Fabian Johnson zu Fall. Schiedsrichter Markus Schmidt zeigte zurecht auf den Elfmeterpunkt. Thorgan Hazard ließ sich nicht lange bitten und jagte den Ball in der 29. Spielminute zentral unter die Latte. Die Herthaner zeigten aber eine exzellente Moral und stellten nur eine Minute später durch einen Treffer von Vedad Ibisevic den alten Abstand wieder her. Nach einer Flanke von Marvin Plattenhardt fühlte sich keiner der Gladbacher für den Bosnier verantwortlich, der aus kurzer Distanz per Kopf seinen zweiten Saisontreffer erzielte.

Hertha BSC v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Vedad Ibisevic bewies bei seinem Ausgleichstreffer einen guten Torriecher


Vier Minuten später gingen die Gastgeber verdient in Führung. Nach einer starken Vorarbeit des quirligen Javairo Dilrosun wurde auch Valentino Lazaro nicht ausreichend bedrängt und ließ Yann Sommer ebenfalls per Kopf keine Abwehrchance. In der Folge hätten die Berliner noch gut und gerne auf 3:1 erhöhen können, die Gladbacher konnten sich jedoch bei ihrem Schlussmann bedanken, der in der phasenweise vogelwilden Defensive noch als Einziger die Übersicht bewahrte.


Hecking stellt um - Hertha weiter konzentriert


Trainer Dieter Hecking nahm zur Pause zwei nominelle Veränderungen vor. Tony Jantschke und Fabian Johnson wurden dabei durch Florian Neuhaus und Patrick Herrmann ersetzt. Mehr Torgefahr strahlten aber auch in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit die Gastgeber aus. Eine Ausnahme stellte in der 54. Spielminute Alassane Plea dar. Nach Vorlage von Patrick Herrmann ließ der Neuzugang jedoch die dicke Chance auf den Ausgleich liegen und schoss hauchdünn am rechten Pfosten vorbei.


Nach rund einer Stunde erspielte sich die Mannschaft von Dieter Hecking langsam ein Übergewicht. Allzu oft konnte sie sich jedoch nicht bis ins letzte Angriffsdrittel durch kombinieren. Die Gastgeber hingegen, schlugen in der 63. Spielminute durch Vedad Ibisevic eiskalt zu. Nach einer starken Vorarbeit von Salomon Kalou, stand der Bosnier erneut da, wo ein Torjäger stehen muss und schob den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie. Doch dieses Mal waren es die Borussen, die eine rasche Antwort parat hatten. Nach Vorlage von Patrick Herrmann war Alassane Plea per Kopf zur Stelle und machte den Gladbach-Fans wieder Hoffnung.

Hertha BSC v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Alassane Plea traf auch in seinem zweiten Auswärtsspiel in dieser Bundesligasaison


In der 69. Spielminute hatten die Gäste noch Glück, dass Patrick Herrmann nach einem groben Foulspiel an Marko Grujic nur die gelbe Karte sah. In der 73. Spielminute mussten sie dafür das 4:2 durch Ondrej Duda hinnehmen. Nach einer Vorlage von Valentino Lazaro bewies der Slowake ein starkes Körpergefühl und schlenzte den Ball ins Netz. Yann Sommer war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.


Für die letzte Viertelstunde konnte Davie Selke bei den Berlinern etwas Spielpraxis sammeln. In der 82. Spielminute konnte sich Hertha-Torhüter Rune Jarstein mit einer starken Parade nach einem Schuss von Alassane Plea auszeichnen. Ansonsten beruhigte sich die Partie und so fuhren die Gastgeber einen verdienten Heimsieg ein. Die Verantwortlichen der Gladbacher hingegen, konnten mit dem Auftritt ihrer Mannschaft, vor allem in der Defensive, nicht zufrieden sein.


Spieler des Spiels:

Javairo Dilrosun spielte insbesondere in der ersten Hälfte groß auf und machte ordentlich Wirbel auf seiner Seite. Dabei gewann er als Offensivspieler auch sehr viele Zweikämpfe.


Flop des Spiels:

Tony Jantschke war als Abwehrorganisator der Gladbacher heillos überfordert und musste nach einem schwachen Auftritt in der ersten Halbzeit nach der Halbzeitpause in der Kabine bleiben.


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