​Bundesligist ​RB Leipzig hat das Duell gegen den Schwesterklub RB Salzburg in der Europa League mit 2:3 verloren. Trotz Heimvorteil gerieten die Sachsen schon nach etwas mehr als 20 Minuten mit 0:2 in Rückstand und kassierten trotz zwischenzeitlichem Ausgleich kurz vor Schluss noch das entscheidende Gegentor. Dementsprechend unzufrieden über das bittere Resultat zeigten sich nach Abpfiff auch die Spieler und der Coach. 


"Es gab bei uns Spieler, die nicht richtig verstanden haben, was für ein Kaliber und was für ein Gegner auf uns zukommt", kritisierte RB-Coach Ralf Rangnick bei RTL NITRO die Einstellung von einigen seiner Profis. "Wir müssen als Mannschaft deutlich kompakter verteidigen. Einige Spieler haben sich nicht vorstellen können, dass uns aus Österreich so ein Gegner erwartet. Salzburg hat heute ein perfektes Spiel gemacht," so der Interimscoach und Sportdirektor weiter.


Für den ehemaligen Salzburger Konrad Laimer habe der Gegner schlichtweg besser agiert als man selbst. "Salzburg hat vorn besser attackiert, wir haben uns schwer dabei getan Lösungen zu finden, hinten raus zu kombinieren und uns Chancen zu erspielen. Salzburg hat besser gespielt, sie haben den Ball laufen lassen und Chancen kreiert. Warum wir so gespielt haben, ist schwer zu fassen. Salzburg hat verdient gewonnen."

RB Leipzig v FC Salzburg - UEFA Europa League - Group B

Enttäuschte Gesichter: RB Leipzig kann mit dem Auftritt daheim gegen RB Salzburg nicht zufrieden sein 


Auch Stürmer Yussuf Poulsen konnte sich über seinen 2:2-Ausgleich nur wenig freuen und haderte bei DAZN vor allem mit dem Defensivverhalten des Teams. "Wir haben das ganze Spiel über nicht gut verteidigt. Wir müssen es clever runterspielen. Wir wollen immer auf Sieg gehen und laufen dann in den Konter. Das darf uns nicht passieren." 


Warum man als eigentlicher Favorit daheim über weite Strecken der Partie eine schwache Leistung bot, lag laut Poulsen an der nicht guten Tagesform von gleich mehreren Spielern. "Wir hatten zu viele Spieler, die nicht ihre beste Leistung abgeliefert haben. Wenn der Gegner dann gut spielt, wird es ganz schwer." 


Dennoch forderte der Däne, nach dem enttäuschenden Spiel nicht den Kopf hängen zu lassen, sondern sich auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren. "Wir müssen es abhaken, weiter gehts. Es war ein schlechter Tag heute, aber wir haben fast ein Unentschieden geholt. Das zeigt Charakter. Aber die ersten 70 Minuten waren nicht gut."