​Der ​FC Schalke 04 befindet sich derzeit in einer ausgemachten Krise. Nach drei Niederlagen zum Saisonstart rangiert der amtierende Vizemeister der Bundesliga derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz. TV-Experte Steffen Freund sieht die Gründe für den verkorksten Start auch in der Transferpolitik der 'Königsblauen' und kritisierte damit auch Manager ​Christian Heidel.


Nach Ansicht des ehemaligen Schalke-Profis haben die zahlreichen Abgänge im Sommer den 'Knappen' empfindlich geschadet. "Die Abgänge spielen eine große Rolle", so der 48-Jährige gegenüber RTL Nitro. "Vielleicht merkt man jetzt, dass Max Meyer, Leon Goretzka und Thilo Kehrer die Zukunft von Schalke waren. Und die hat man verkauft ...!", so der aktuell vereinslose Trainer. 

Während man für Max Meyer und Leon Goretzka nicht einmal Geld einnehmen konnte, das reinvesiert werden kann, verdiente man an dem Transfer von Thilo Kehrer in Richtung Paris Saint-Germain zumindest 37 Millionen Euro Ablöse. Doch nicht nur bei den Transfers machten die Schalker zuletzt keine gute Figur. So monierte der Experte die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. "Sie brauchen für ein Tor zwanzig Torschüsse. Man muss das vergleichen mit der letzten Saison – da brauchten sie nur acht Torschüsse. Also die Effektivität ist weg", so Freund.


Doch auch die sonst so stabile Defensive geriet beim Team von Trainer Domenico Tedesco zuletzt ins Wanken. Dabei zeigte sich der ehemalige Nationalspieler vor allem über die schwache Verteidigung bei gegnerischen Standards überrascht. "Was ganz erstaunlich ist, ist, dass sie auch nach Standards Gegentore bekommen. Jedes Spiel ein Tor nach Standards. Das war in der letzten Saison nur bei drei Spielen so", legte der gebürtige Brandenburger den Finger in die Wunde.