​Dass die Fans von ​Eintracht Frankfurt wie ein Mann hinter ihrer Mannschaft stehen, dürfte jedem spätestens nach dem Gewinn des DFB-Pokals und den darauffolgenden Jubelexzessen in der Frankfurter Innenstadt bekannt sein. Dank des Pokalerfolgs steht nun am Donnerstag die ​erste Partie in der Europa League bei Olympique Marseille an. Dabei werden jedoch nur wenig eingefleischte Anhänger zugegen sein.


Bei dem Spiel in Frankreich handelt es sich um ein sogenanntes 'Geisterspiel', da die Fans des französischen Erstligisten in der Vergangenheit wiederholt negativ aufgefallen waren und von der UEFA sanktioniert wurden. Diese Art und Weise der Rückkehr ins internationale Geschäft schmeckt den Fans der Hessen jedoch gar nicht und so riefen sie dazu auf, ein Großteil der ihnen zugestanden Tickets nicht anzunehmen.

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Das Team von Eintracht Frankfurt muss am Donnerstag ohne Unterstützung auskommen


In einer Stellungsnahme auf dem Fanportal nordwestkurve.net wurden die Gründe für diese Entscheidung dargelegt. So monierten die Ultras, dass die UEFA mit ihrer Strafe gegen Marseille auch der Eintracht geschadet habe und man somit "beim ersten Europapokalspiel seit Februar 2014 sprichwörtlich mit in die Röhre" schaue.


Darüberhinaus beschwerten sich die Fans über das geringe Kontingent von lediglich 200 Tickets für die Gästefans. Zwar habe Eintracht Frankfurt angeboten diese Eintrittskarten an ausgewählte, aktive Mitglieder abzugeben, dennoch sei diese Maßnahme nicht akzeptabel. "Dieses Spiel wird ohne uns stattfinden. Das ist eine Frage der Solidarität mit allen Eintrachtlern, denen dieses Erlebnis genommen wird", heißt es daher weiter.


Zum Abschluss des flammenden Appells betonten die Anhänger jedoch, dass man bei den verbleibenden Gruppenspielen die Mannschaft umso mehr unterstützen werde. Dabei gelte es "das Waldstadion bei den Heimspielen erneut zum Hexenkessel" zu machen und auch bei den Gastspielen in Zypern und Rom Präsenz zu zeigen.