Schon bei der Weltmeisterschaft gehörte Julian Brandt zu einem der wenigen Lichtblicke der deutschen Nationalmannschaft, und auch in der vergangenen Länderspielwoche machte der Offensivspieler von Bayer Leverkusen auf sich aufmerksam. Geschäftsführer Rudi Voller sagt ihm gegenüber Sky Sport eine große Zukunft in der DFB-Elf voraus.


Gegen die peruanische Auswahl absolvierte Brandt mit 22 Jahren sein 20. Länderspiel, sein Debüt datiert vom 29. Mai 2016. Damals wurde er bei der 1:3-Niederlage gegen die Slowakei in der zweiten Halbzeit für Mario Gomez eingewechselt, doch für die Europameisterschaft im selbigen Jahr war die Zeit noch nicht reif.


Stattdessen wurde Brandt behutsam integriert, wurde regelmäßig nominiert und durfte sich daher auch beim Confederations Cup im vergangenen Jahr unter Beweis stellen. Zurecht folgte die Nominierung für den WM-Kader, und obwohl der Flügelspieler in allen drei Partien nur zu Kurzeinsätzen kam, sorgte er für die meiste Gefahr.


Gegen Mexiko und Schweden traf er lediglich den Pfosten, trieb das Offensivspiel jedoch klar an und war ein belebendes Element in der sonst leblosen DFB-Elf. Im Test gegen Peru wurde er für die Startelf nominiert, erzielte in der 25. Minute sehenswert den Ausgleich und wurde nach 70 Minuten ausgewechselt.

Germany v Peru - International Friendly

  Gekonnt: Julian Brandt mit dem Ausgleichstreffer gegen Peru


"Julian hat ein tolles Spiel gemacht, ein wunderbares Tor geschossen", resümierte Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler. Der 58-Jährige war ohnehin glücklich darüber, zusätzlich mit Jonathan Tah und Kai Havertz ​insgesamt drei Spieler der 'Werkself' in der deutschen Nationalmannschaft zu sehen. 


"Die Nominierung von dreien aus Leverkusen ist schon mal positiv. Dass Jonathan nicht gespielt hat, ist für ihn wahrscheinlich nicht so doll, aber da geht die Welt nicht unter. Er hat hier in Leverkusen in der Bundesliga und der Europa League genügend Zeit, mit Top-Leistungen auf sich aufmerksam zu machen. Kai Havertz hat ein paar Minuten gespielt, das ist für den Jungen grundsätzlich schön."


Doch gerade, was Julian Brandt betrifft, wagte Völler eine erste Prognose: "Da sind sich ja alle Experten einig, ich sowieso schon seit vielen Jahren, dass der Junge mit Sicherheit am Ende seiner Karriere zwischen 50 und 100 Länderspiele haben wird. Da bin ich mir relativ sicher." 


Ohnehin dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis der 22-Jährige diese Marke knackt. In Leverkusen zeigt er regelmäßig gute Leistungen, seine Entwicklung dürfte allerdings noch nicht abgeschlossen sein. Wenn er weiterhin an sich arbeitet, dürfte er auch in der Nationalmannschaft unverzichtbar werden.