Als deutsches Zugpferd spielte sich der ​FC Bayern in den vergangenen drei Jahren regelmäßig bis in das Halbfinale der Champions League vor – der große Coup blieb jedoch aus. Besonders bitter war das Ausscheiden in der Vorsaison gegen Real Madrid. Für Thomas Müller mehr Ansporn als Belastung.


Hinter ​Thomas Müller liegen bittere Monate. Der Offensivstar schied erst mit dem FC Bayern unglücklich gegen Real Madrid ​im Halbfinale der Champions League aus, um im Anschluss mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland eine desolate Leistung zu präsentieren.


Von den beiden Negativerlebnissen lässt sich der 28-Jährige aber nicht aus der Bahn werfen. „Der WM-Sommer und das unglückliche Aus gegen Real sind ein zusätzlicher Antrieb, der Energien bei uns freisetzt“, sagt Müller der Sport Bild. Alle beim FC Bayern würden wissen, dass der Titel in der Königsklasse drin war.


Müller weiter: „Dementsprechend haben wir für den nächsten Anlauf in der Champions League Wut im Bauch und mit Niko Kovac einen neuen, jungen und ehrgeizigen Trainer.“ Gegen Real war es für die Münchner nicht die erste Negativerfahrung. Im Viertelfinale 2016/17 scheiterte der FC Bayern im Rückspiel im Bernabéu erst mit 2:4 nach Verlängerung. Im Anschluss sicherten sich die Königlichen jeweils den Titel.


„Das allein zeigt, was in den letzten beiden Jahren möglich gewesen wäre. Wir waren nie weit weg von dem ganz großen Ding“, so Müller. Der 28-Jährige hoffe, dass diesmal von März bis Mai der komplette Kader zur Verfügung stehe: „Dann ist für uns alles drin.“ In dieser Saison hat der FC Bayern mit Benfica Lissabon, Ajax Amsterdam und AEK Athen ​eine durchaus leichte Gruppe erwischt.