​Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat sich in einem Zeitungsinterview über die Entwicklung des Bundesligisten VfB Stuttgart geäußert und dabei auch über ein mögliches Engagement als Cheftrainer bei den Schwaben gesprochen, die er nach wie vor als Fan verfolgt und unterstützt. 


Wie Klinsmann im Interview mit der BILD erklärte, verfolge er den Bundesliga-Rückkehrer aus dem Vorjahr nach wie vor sehr intensiv und regelmäßig. "Ich bin erst einmal Fan des VfB, verfolge auch in den USA alle Spiele im TV oder am Radio, telefoniere häufig mit Karl Allgöwer und Guido Buchwald (ehemalige Mitspieler, Anm. d. Red.)." 


Eine Anstellung als Trainer oder in einer anderen Funktion kann sich der 54-Jährige zumindest zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht vorstellen, wenngleich er sich ein Hintertürchen offen ließ. "Aber ein Amt im Verein? Das ist von mir nicht geplant. Ich weiß aber auch: Man soll nie nie sagen."

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Noch immer eng verbunden mit dem VfB Stuttgart: Jürgen Klinsmann (l.) und Ex-Teamkollege Guido Buchwald 


Für ihn sei der ​VfB Stuttgart als gebürtiger Schwabe dennoch nach wie vor ein ganz besonderer Verein. "Für einen Schwaben ist es der Klub, der einen automatisch in seinen Bann zieht. Auch über Baden-Württemberg hinaus. Für mich persönlich bedeutet der VfB immer Heimat und auch ein Stück Dankbarkeit. In Stuttgart und im Verein fühle ich mich immer aufgehoben, auch wenn ich nur selten da bin", so der Vater von ​Herthas Ersatzkeeper Jonathan Klinsmann.


Der VfB stehe zudem ligaweit gesehen "in einer Reihe mit anderen Traditionsklubs wie Schalke, Hertha BSC, Dortmund oder Frankfurt" und sei zudem ein Klub mit echten Emotionen. "Man spürt ja auch die Vorfreude der ganzen Region nach dem Wiederaufstieg. Der Klub ist schon was Großes, keine Frage. Er ist der schwäbische Stolz – genau wie Mercedes-Benz. Die beiden Nachbarn gehören zusammen, ohne dass der VfB ein Werksverein ist", so der ehemalige Weltklassestürmer. 


Klinsmann selbst schnürte von 1984 bis 1989 fünf Jahre lang seine Fußballschuhe für den VfB, erzielte in dieser Zeit 94 Tore in 186 Pflichtspielen für die Schwaben. Nachdem er zuletzt die Landesauswahl der USA als Nationalcoach betreute, ist er seit Ende Nomveber 2016 vereinslos.