Der Kader der spanischen Nationalmannschaft für die kommende Länderspiel-Pause steht fest. Einer, der von Trainer Luis Enrique überraschend nicht nominiert wurde, ist Barcelonas Außenverteidiger Jordi Alba, der jetzt auf seine Ausbootung reagierte.


Jordi Alba hat lange auf seine Nominierung für die spanische Nationalmannschaft gewartet und ging letztendlich leer aus. Trainer Luis Enrique wird die kommenden Länderspiele ohne den 29-jährigen Routinier bestreiten. 


Alba, der bei der enttäuschenden Weltmeisterschaft in Russland noch alle vier Partien für Spanien absolviert hatte, wurde diese Entscheidung laut eigener Aussage nicht persönlich mitgeteilt: "Ich weiß nicht wirklich, warum ich nicht dabei bin, [...] ich muss niemanden anrufen. Es ist eine Entscheidung, die [Enrique] gefällt hat." Überraschend kommt die Entscheidung des Trainers dennoch, vor allem vor dem Hintergrund, dass Luis Enrique drei Jahre lang von 2014 bis 2017, Trainer Albas beim​ FC Barcelona war.


Alba gibt Antwort auf dem Platz


Der 66-malige Nationalspieler gibt seine eigene Antwort auf die enttäuschende Entscheidung derweil auf dem Platz. Mit zwei Vorlagen und einem Tor beim 8:2 Kantersieg der Katalanen gegen Huesca und auch ansonsten durchweg überzeugenden Leistungen in dieser Saison, zeigte er die genau richtige Reaktion auf seine Ausbootung. 

Darüber hinaus möchte der linke Verteidiger die Beziehung zu Luis Enrique nicht gefährden und stattdessen die Entscheidung des Trainers akzeptieren, um die Tür zu einer Versöhnung offen zu halten: "Wenn ich schlecht spiele, erkenne ich das, und wenn ich gut spiele, dann auch. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als die Entscheidung zu respektieren."


Alba möchte keinen Ärger


Böses Blut möchte Alba, der seine Zukunft unter Enrique noch nicht abgehakt hat, nicht vergießen und freut sich stattdessen für seine beiden Kontrahenten im spanischen Team, die nun für ihn in der Nationalmannschaft auflaufen: "​Dieses Mal sind Marcos Alonso und José Gaya im Aufgebot, und das sind zwei großartige Spieler, [...] wenn ich meine Sache gut mache, habe ich die Chance, in den Kader zurückzukehren."


Barcelonas neuer Coach Ernesto Valverde schlug in dieselbe Kerbe und stärkte nebenbei Luis Enrique gegenüber des Mundo Deportivo den Rücken: "Der Trainer ist derjenige, der die Liste erstellt und weiß, wer der beste Spieler ist. Dieses Mal ist Jordi nicht dabei, doch er wird dafür arbeiten in Zukunft wieder dabei zu sein."