Rund 15 Monate lang leitete Heribert Bruchhagen die Geschicke beim ​Hamburger SV, ehe ihn der Aufsichtsrat im März freistellte. Nun, ein halbes Jahr nach seiner Entlassung, teilte der ehemalige Vorstandsvorsitzende gegen HSV-Präsident Bernd Hoffmann und Mittelfeldspieler Lewis Holtby aus.

Heribert Bruchhagen rechnet mit dem HSV ab. Sechs Monate nach seiner Freistellung trat der 69-Jährige gegen Mittelfeldakteur Lewis Holtby und Hamburgs Vereinsboss Bernd Hoffmann nach. „Wenn Spieler wie Lewis Holtby sagen, 'Jetzt macht mir Fußball wieder Spaß', dann fällt einem dazu nichts mehr ein“, sagte der ehemalige Vorstandschef gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

TuS Erndtebrueck v Hamburger SV - DFB Cup

Lewis Holtby und Heribert Bruchhagen werden wohl keine Freunde mehr



Bruchhagen weiter: „Solche Spieler haben beim HSV drei bis vier Millionen Euro verdient, aber sie haben dem Beiersdorfer den Job gekostet, dem Gisdol den Job gekostet, dem Todt, dem Hollerbach und am Ende auch noch mir."

Bruchhagen über Hoffmann-Rückkehr: „Sehr geschickt gemacht“

HSV-Präsident Bernd Hoffmann (seit Februar 2018 im Amt), der Bruchhagen im März von seinen Aufgaben als Vorstandschef entband, sei für ihn derweil kein unbeschriebenes Blatt. „Er hatte einen Masterplan. Er wollte unbedingt zurückkehren und hat das dann sehr geschickt gemacht“, erzählt der 69-Jährige. „Er hat sich zum Präsidenten des eingetragenen Vereins wählen lassen und dann den neuen Aufsichtsrat der HSV Fußball AG zusammengestellt. Der hat ihn dann wiederum zum Vorstandsvorsitzenden bestimmt. Das war alles vorhersehbar, und es war auch immer klar: Wenn Bernd Hoffmann diesen Job haben will, dann kriegt er ihn auch."