​Mit der TSG 1899 Hoffenheim und dem SC Freiburg trafen am Samstagnachmittag zwei Teams aufeinander, die beim Bundesliga-Auftakt vor einer Woche trotz soliden Leistungen keine Punkte einfahren konnten. Für beide Mannschaften gab es deshalb nicht viele Gründe, große Änderungen an der Startelf vorzunehmen.


Bei Gastgeber Hoffenheim wurde aber eine erwartete Justierung vollzogen. Steven Zuber durfte von Beginn an anstelle von Vincenzo Grifo im Mittelfeld-Zentrum spielen, da er bereits beim Spiel gegen den FC Bayern nach seiner Einwechslung für den Deutsch-Italiener direkt als stabilisierender Faktor auffiel. 

TSG 1899 Hoffenheim v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

Nicolas Höler (l.) und Nico Schulz (r.) im Zweikampf


Auch bei den Freiburgern gab es nur einen neuen Namen in der Startelf. Lucas Höler begann anstelle von Luca Waldschmidt. An der Seitenlinie fehlte derweil wie bereits vor einer Woche Cheftrainer Christian Streich wegen eines Bandscheibenvorfalls. 


In der ersten Halbzeit warteten aber ausgerechnet auf den Favoriten mehrere Schocks. Zuerst wurde ein Tor von Leonardo Bittencourt in der siebten Minute wegen einer Abseitsstellung vom VAR zurückgenommen, 13 Minuten danach musste Innenverteidiger Ermin Bicakcic verletzungsbedingt ausgewechselt werden, da sich der Bosnier noch zu Beginn der Partie bei einem Zweikampf mit Freiburgs Florian Niederlechner wehgetan hat.

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Dominique Heintz nach seinem 1:0-Treffer


Der Höhepunkt kam aber in der 36. Minute, als Dominique Heintz nach einem Freistoß den Ball vor die Füße bekam und diesen aus kurzer Distanz über die gegnerische Linie drücken konnte. Noch schlimmer wurde es für die Truppe von Julian Nagelsmann, als mit Kasim Adams der nächste Innenverteidiger ausgewechselt werden musste. In der Defensive ermöglichte sich personell gesehen nicht mehr die Dreierkette. 


Für die Freiburger war das ein überraschender, aber kein unverdienter Spielstand. Mit einem intensiven hohen Pressing brachte man den Champions-League-Klub mehrmals unter Bedrängnis und kam so zu vielen Chancen. Hoffenheim war zwar spielbestimmend und kombinierte sich oftmals gut durch, für die 2. Halbzeit musste man sich aber etwas Neues einfallen lassen.

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Adam Szalai ist mit seinem Doppelpack der Mann des Tages


Am Ende verhalf aber Hoffenheim trotz spielerischer Überlegenheit das Glück zurück in die Spur. Einen einfachen Kopfball von Adam Szalai konnte Freiburgs Keeper Alexander Schwolow nicht fangen, da ihm Mitspieler Höler zuvorkam. Szalai bekam somit ein einfaches Tor zum Ausgleich, aus dem man die Motivation für das Comeback schöpfen konnte.


Und dazu kam es auch in der 63. Minute, als Szalai diesmal nach einer Hereingabe des neuen DFB-Nationalspielers Nico Schulz einschieben durfte. Der diesen Angriff einleitende Mann war Florian Grillitsch, der seine starke Leistung aus dem Liga-Auftakt heute bestätigen konnte. Den 3:1-Endstand markierte Andrej Kramaric in der Nachspielzeit.

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Andrej Kramaric versetzte den Gästen in der 94. Minute den Todesstoß 


Für die tapfer spielenden Freiburger hat es am Ende einfach nicht für den Sieg gereicht. Hoffenheim konnte sich trotz mehrerer Verletzungen in der Defensive im Verlaufe des Spiels hinten stabilisieren und verdient den Dreier einfahren.