​Zum Auftakt des 2. Spieltags in der Bundesliga trennten sich Hannover 96 und Borussia Dortmund mit einem 0:0-Unentschieden. Die Gastgeber agierten dabei in der ersten Halbzeit absolut auf Augenhöhe. Auch in der zweiten Spielhälfte waren die Niedersachsen phasenweise die aktivere Mannschaft. Die besseren Chancen hatten im Laufe des Spiels aber die Dortmunder auf ihrer Seite. Am Ende konnten beide Teams aufgrund des Spielverlaufs mit dem Ergebnis halbwegs zufrieden sein.


Hannover 96 - Borussia Dortmund 0:0 (0:0)


Bei den Gastgebern nahm Trainer Andre Breitenreiter nach dem 1:1-Unentschieden gegen den SV Werder Bremen in der Vorwoche zwei Veränderungen in seiner Startelf vor. Auf der linken Seite in der Viererkette ersetzte dabei Miiko Albornoz den 28-jährigen Matthias Ostrzolek. Im zentralen Mittelfeld durfte zudem Iver Fossum für den angeschlagenen Pirmin Schwegler ran.


Gäste-Trainer Lucien Favre hingegen beließ es nach dem überzeugenden Auftaktsieg gegen RB Leipzig bei einer Umstellung. Für den mit muskulären Problemen kämpfenden Christian Pulisic rückte Marius Wolf in die Startelf. Neuzugang Paco Alcacer packte noch nicht den Sprung in den Kader.


Vor 49.000 Zuschauern in der HDI Arena tasteten sich beide Mannschaften zu Beginn gegenseitig ab. Die Hannoveraner ließen sich dabei keineswegs hinten reindrängen und hatten mehr Ballbesitz. Den Niedersachsen gelang es zudem das Aufbauspiel der Borussen effektiv zu stören, indem sie im Mittelfeld sehr griffig auftraten. Den Gastgebern gelang es jedoch nicht ihre Feldvorteile in Torchancen umzumünzen, auch da sich die Defensive der Schwarz-gelben sattelfest zeigte.


Auch in der Folge blieb das Team von Trainer Andre Breitenreiter die aktivere Mannschaft. Versuche der Dortmunder schnell umzuschalten, scheiterten zum einen an der mangelnden Präzision im Passspiel der Favre-Elf, aber auch an der zupackenden Spielweise der Hannoveraner. Auf wirklich prickelnde Torraumszenen mussten die Anhänger beider Vereine auch nach einer gespielten halben Stunde noch immer warten.

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Miiko Albornoz war auf der linken Seite der Hannoveraner zunächst sehr präsent



Den Spielern des BVB gelang es zumeist nicht die gute Staffelung der Breitenreiter-Elf auszuhebeln und so hingen die Offensivspieler der Dortmunder phasenweise ziemlich in der Luft. Dennoch hatten die Schwarz-gelben nun etwas mehr vom Spiel. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wachten die Gäste dann aber doch auf und hatten durch zwei dicke Chancen von Marco Reus den Führungstreffer auf dem Fuß. Bei der ersten Möglichkeit legte der deutsche Nationalspieler das Leder aus spitzem Winkel links am Tor vorbei, kurz darauf scheiterte der 29-Jährige am Querbalken.


Hannover wieder am Drücker - Dortmund erneut im Pech


Während Lucien Favre auf einen Impuls von außen zunächst verzichtete, reagierte Hannover-Coach Andre Breitenreiter bereits zur Pause und brachte in der Offensive Bobby Wood für den wirkungslosen Takuma Asano. Der Ex-Hamburger konnte sofort für mehr Gefahr im gegnerischen Sechzehner sorgen, auch wenn Manuel Akanji und seine Nebenleute sich weiterhin aufmerksam zeigten. Das Spiel der Gäste indes, war weiterhin zu statisch.

Hannover 96 v Borussia Dortmund - Bundesliga

Bobby Wood konnte nach seiner Einwechslung phasenweise für Gefahr sorgen



In der 60. Spielminute setzten die Dortmunder aber mal wieder ein Ausrufezeichen. Nach einer Flanke von Marius Wolf scheiterte Maximilian Philipp per Kopf aber an der Latte. Bei seinem Torversuch rasselte der Stürmer des BVB zudem mit Hannover-Verteidiger Waldemar Anton zusammen. Nach einer kurzen Behandlungspause konnte der Deutsche aber weiterspielen. Die Gastgeber hatten in dieser Phase weniger Zugriff auf die Partie.

In der 78. Spielminute gingen die Gastgeber nach einer Ecke um ein Haar in Führung. Ein Volleyschuss von Waldemar Anton aus rund zehn Metern wurde von Thomas Delaney jedoch noch entscheidend abgefälscht und landete im Toraus. Eine Minute später wechselte Lucien Favre den jungen Jadon Sancho für den glücklosen Maximilian Philipp ein. Auch in der Folge hatten die Defensivreihen beider Mannschaften zumeist alles im Griff und so mussten sich beide Teams mit einem Punktgewinn zufriedengeben. 


Spieler des Spiels:
Walace war im Mittelfeld der Hannoveraner sehr präsent und ließ seine Gegenspieler nicht zur Entfaltung kommen. Im Vergleich zu seiner Zeit beim Hamburger SV ist der Brasilianer nicht wieder zu erkennen.
Flop des Spiels:
​Marius Wolf
war über weite Strecken des Spiels überhaupt kein Faktor und konnte gegen seinen Ex-Klub keine großen Akzente setzen.