​Der Fußballgott kehrte ein letztes Mal in die Allianz-Arena zurück: Bastian Schweinsteiger schnürte in der ersten Halbzeit die Fußballschuhe für Chicago Fire, in der zweiten Hälfte lief er für den Verein auf, bei dem er 17 Jahre unter Vertrag stand und mit dem er unter anderem acht deutsche Meisterschaften, sieben DFB-Pokale und die UEFA Champions League gewann.


FC Bayern München - Chicago Fire 4:0 (1:0 Gnabry 7., 2:0 Wagner 38., Robben 63., Schweinsteiger 83.)


Niko Kovać ließ eine stark veränderte Bayern-Elf im Vergleich zum Spiel gegen die TSG Hoffenheim in der ersten Halbzeit auflaufen. Vor Ulreich im Tor verteidigten Juan Bernat, Lars Lukas Mai, Mats Hummels und Joshua Kimmich. Die Elf wurde mit zwei Dreierketten bestehend aus Gnabry, Sanches, James und Tolisso, Wagner und Goretzka komplettiert.

Bayern Muenchen v Manchester United - Friendly Match

Schoss das erste Tor im Abschiedsspiel von Schweinsteiger: Serge Gnabry



Ein erstes Ausrufezeichen setzte Sandro Wagner in der dritten Spielminute, der den Ball an den Pfosten setzte. Das 1:0 fiel dann in der siebten Minute. Der Schuss von Serge Gnabry von der rechten Seite wurde unhaltbar abgefälscht und so war Torwart Cleveland machtlos. Einen Schockmoment gab es für die Fans des FC Bayern München um die 30. Spielminute herum zu verkraften. Denn Leon Goretzka wurde auf der rechten Außenbahn von seinem Gegenspieler mit Vehemenz abgeräumt. Nach dem Coman-Ausfall wollen die Bayern sicherlich nicht noch eine Verletzung verkraften. Woo-yeong Jeong, der erste Südkoreaner in den Diensten des FC Bayern, ersetzte den Neuzugang im Anschluss.


In der 34. Minute scheiterte Katai alleinstehend vor Sven Ulreich. In dieser Szene agierte die Bayern-Defensive nicht sehr aufmerksam, doch generell gab es für Hummels, Mai und Co. kaum etwas zu tun.

FC Bayern Muenchen v Chicago Fire - Friendly Match

Torschütze zum 2:0: Sandro Wagner (r.)



In der 38. Minute war es Sandro Wagner, der den Spielstand auf 2:0 erhöhte. Nach einer gefühlvollen Flanke aus dem Halbfeld, getreten von James Rodríguez, kam Sandro Wagner zum Kopfball und konnte sich dabei gegen seinen Gegenspieler durchsetzen.

Insgesamt ging es für die Bayern natürlich hochverdient mit 2:0 in die Kabine. Auffällig war es, dass die Bayern-Akteure ihren Rhythmus beibehalten wollten und Niko Kovac das Treiben auf dem Platz genaustens studierte. Rodríguez und Tolisso konnten so Trainingsrückstand aufholen, während Renato Sanches mit gutem Aufbauspiel überzeugte.


Schweinsteiger trifft im Bayern-Trikot


Rafinha, Boateng, Senkbeil und Schweinsteiger kamen zur zweiten Halbzeit für den Rekordmeister zum Einsatz und ersetzten Hummels, Kimmich, Mai und James. Wie auch die anderen Bayern-Stars trugen sie alle das Trikot mit der Trikotnummer 31. Nachdem Wagner in der 58. Minute erneut zu einer guten Schusschance kam, wechselte Kovac im Anschluss erneut durch: Neuer, Ribéry, Robben, Müller, Thiago und Alaba kamen in die Partie. 

FC Bayern Muenchen v Chicago Fire - Friendly Match

Torschütze zum 3:0: Arjen Robben (r.)



In der 63. Minute machte Arjen Robben dort weiter, wo er gegen Hoffenheim aufgehört hatte: Der Niederländer traf mit seinem ersten Ballkontakt das Tor, zumal der Schuss abgefälscht wurde. Ab Minute 70 waren die Bayern-Akteure eher versucht, Ex-Kollege Schweinsteiger ein Tor aufzulegen, wodurch Manuel Neuer nach einigen Kontern zunehmend mehr Arbeit erhielt. In der 82. Minute wurde Thomas Müller durch Meritan Shabani ersetzt. Diesbezüglich bleibt aus Bayern-Sicht zu hoffen, dass es sich hierbei um eine Vorsichtsmaßnahme handelte und Müller nicht verletzt ist.


In der 83. Spielminute war es dann soweit: Nach einer Flanke von David Alaba nahm Schweinsteiger, der inzwischen als Neuner agierte, den Ball aus dem Lauf mit der Innenseite des rechten Fußes an und verwertete so zum 4:0 für den FC Bayern. So endete ein versöhnliches Abschiedsspiel mit einem guten Niveau. Die Bayern-Stars kamen nicht allzu sehr aus dem Rhythmus und der "Fußballgott" verabschiedete sich mit einem Treffer von seinem Wohnzimmer, ehe er zur Ehrenrunde aufbrach.