​Mit einer 9:1-Demolierung im Pokal tankte der 1. FC Köln viel Selbstvertrauen vor der schwierigen Aufgabe in der 2. Bundesliga gegen den FC Erzgebirge Aue. Am dritten Spieltag traf die Mannschaft von Cheftrainer Markus Anfang auf einen Gegner, der sich nicht so leicht ergeben wollte.


Überraschungen gab es in der Kölner Startelf nicht. Jorge Mere kehrte nach seiner Sperre zurück ins Abwehrzentrum für Lasse Sobiech, Vincent Koziello und Simon Terodde durften derweil ihre Startelf-Plätze nach starken Leistungen im Pokal behalten. Dafür mussten Niklas Hauptmann und Jhon Cordoba auf der Bank Platz nehmen. 


FC Koeln v FC Erzgebirge Aue - Second Bundesliga

Das 1:0: Aues Christian Tiffert hat im Kopfballduell gegen Simon Terodde keine Chance


Der Spielverlauf ging ebenfalls zunächst nach Plan. Köln übernahm die Kontrolle und kam nach 26 Minuten zur verdienten Führung. Jannes Horn schlug von der linken Seite per Direktabnahme eine präzise Flanke in die Mitte, die Terodde zum 1:0 verwertete. Aue-Keeper Martin Männels Stellungsspiel sah bei dieser Aktion nicht sonderlich gut aus. 


Die Gäste hatten am Spiel kaum Anteil, doch wie aus dem Nichts fiel nur drei Minuten später der Ausgleich! Fabian Kalig bekam auf der rechten Außenbahn zu viel Platz und marschierte von seiner eigenen Hälfte in die des Gegners, wo er Clemens Fandrich im Zentrum fand. Der 27-jährige Mittelfeldspieler dribbelte ein wenig und zog dann unbedrängt aus 23 Metern Richtung linke obere Torecke ab. Ein absoluter Traumtreffer, bei dem Köln-Torwart Timo Horn keine Chance hatte. 


FC Koeln v FC Erzgebirge Aue - Second Bundesliga

Louis Schaub (l.) war erneut in der Kölner Offensive überall aktiv


Aue nahm bisweilen das Tempo auf dem Kölner Spiel, konnte aber in der zweiten Halbzeit selbst nicht mehr so viel am Ballbesitz teilnehmen. Dies führte zum zweiten Tor der Geißböcke in der 69. Minute, bei dem erneut Terodde der Torschütze war. Eine Flanke von Horn überflog die Strafraum-Mitte, Christian Clemens reagierte jedoch gedankenschnell und spielte auf der rechten Seite den Ball direkt zurück in die Mitte, wo Terodde souverän einköpfen konnte.


Doch das war nicht alles vom 30-jährigen Knipser. Kurz vor Spielende schickte Marcel Risse Terodde auf die Reise Richtung Aue-Tor. Im Eins-Gegen-Eins mit Männel setzte er sich schließlich mit einem flachen Abschluss von der rechten Seite durch.

FC Koeln v FC Erzgebirge Aue - Second Bundesliga

Die Szene des 2:1-Treffers


Bei diesem verdienten Sieg klappte erneut nicht alles für die Gastgeber, aber von Spiel zu Spiel sieht man eine durchaus vielversprechende Entwicklung. Die immer besser werdenden Offensiv-Kombinationen und Absprachen zwischen den Mitspielern bringen Terodde in die Situation, die 2. Bundesliga erneut als Torungeheuer zu dominieren. Drei Buden sprechen eine deutliche Sprache.