Auch in den vergangenen Tagen buhlte ​Inter Mailand um Luka Modric von Real Madrid, dürfte dabei jedoch eine gewisse Grenze überschritten haben. Wie die Marca berichtet, wollen die 'Königlichen' den 18-fachen italienischen Meister daher bei der FIFA anklagen. 


Hauptgrund der Klage sei dabei die Kontaktaufnahme der 'Nerazzurri' mit Modric, ohne Real im Voraus informiert zu haben. Dies ist laut den Regularien allerdings Pflicht, es sei denn, der Spieler steht allerhöchstens noch sechs Monate bei seinem bisherigen Klub unter Vertrag. Der Haken: Das Arbeitspapier des Mittelfeldspielers läuft noch bis Sommer 2020, die Gespräche hätten daher auf diese Weise keineswegs geführt werden dürfen.


Inter wurde lange Zeit mit Arturo Vidal von Bayern München in Verbindung gebracht, ​entschied sich dann jedoch plötzlich gegen eine Verpflichtung des Chilenen und liebäugelte mit einem Transfer von Luka Modric, der bei der diesjährigen Weltmeisterschaft mit der kroatischen Nationalmannschaft das Finale erreichte und nach dem Turnier aufgrund der Auszeichnung zum besten Spieler des Turniers den Goldenen Ball erhielt. 

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  Real-Präsident Florentino Perez will Luka Modric auf keinen Fall ziehen lassen - und nun bei der FIFA gegen Inter vorgehen



In Madrid blieb man allerdings stets gelassen. So verwies Präsident Florentino Perez auf die ​festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 750 Millionen Euro, die bei der letzten Vertragsverlängerung im Oktober 2016 festgelegt wurde. Allerdings wolle man dem 32-Jährigen im Zuge der Spekulationen ​eine deutliche Gehaltserhöhung anbieten, da man mittlerweile der Meinung sei, dass das jetzige Salär dem Status des zentralen Mittelfeldspielers nicht gerecht werde.


Modrics Traum von Italien


Ein Transfer scheint in diesem Sommer ohnehin unrealistisch, da das Transferfenster in Italien am heutigen Freitag schließt. Allerdings bleibt nach den Aussagen von Modric-Berater Marko Naletilic offen, ob sich die Dinge im kommenden Jahr ändern werden. Demnach sagte dieser gegenüber der italienischen Sportzeitung Tuttosport: "Ich gehe davon aus, dass Luka in Italien spielen wird – früher oder später. Modric will ein Star in der Serie A bei Inter sein" (​via Sport Bild).

​​Gründe für einen Wechsel seien zum einen die neue Strahlkraft der Liga, zum anderen jedoch, dass in Kroatien vor allem der italienische Fußball verfolgt werde: "Die Tatsache, dass Inter Mailand versucht hatte, ihn zu verpflichten und dass Modric dies auch in Erwägung gezogen hatte, zeigt, welchen Einfluss Cristiano Ronaldo bereits auf den italienischen Fußball hat. Wie viele Kroaten in seinem Alter, hat er in seiner Jugend italienischen Fußball geguckt." Daher erscheint es möglich, dass Real Madrid nach dem Abgang von Cristiano Ronaldo in Zukunft auch seinen zweiten Star-Spieler an einen Serie-A-Klub verliert.