Echte Torjäger sind überall heiß begehrt. Im Kraichgau freut man sich über ein Sturm-Juwel aus den eigenen Reihen, das im vergangenen Jahr in der U19 Tore am Fließband erzielten konnte und in der Vorbereitung bei den Profis auf sich aufmerksam gemacht hat. Sein Name: David Otto. TSG-Coach Julian Nagelsmann traut dem U19-Nationalspieler in diesem Jahr den Durchbruch in der Bundesliga zu.


Zunächst die erste Runde im DFB-Pokal, eine Woche später dann der Bundesliga-Start. Nach der WM nimmt die neue Spielzeit in Deutschland wieder Fahrt auf. Wie in jedem Jahr, erscheinen auch vor der Saison 2018/19 neue, hoffnungsvolle Talente am Bundesliga-Horizont. Einer von ihnen ist Torjäger David Otto.


Der 19-jährige Mittelstürmer trägt seit 2012 das Trikot der TSG Hoffenheim. Gebürtig aus Pforzheim, durchlief Otto die Jugendakademie im Kraichgau und reifte dort zum Junioren-Nationalspieler, dem im diesem Jahr der Durchbruch bei den Profis gelingen soll. Schon in der vergangenen Spielzeit debütierte Otto für das Team von Julian Nagelsmann. Am 7. Dezember 2017 durfte er eine knappe Viertelstunde in der Europa League beim 1:1-Remis gegen Ludogorets Razgrad ran.


Tore am Fließband für die U19


Ein Treffer gelang dem bulligen 1,85 Meter großen Angreifer damals noch nicht. Bei Hoffenheims U19 in der A-Jugend-Bundesliga Süd/Südwest sah das schon anders aus: Starke 27 Tore und 14 Vorlagen legte Otto in nur 22 Partien auf. Nach der Meisterschaft im Süden war im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegen Schalke 04 allerdings Schluss.


Die Juniorenzeit ist für Otto nun beendet. Er soll fester Bestandteil im Profi-Kader von Julian Nagelsmann werden. In der Vorbereitung zeigte der Sturm-Youngster bereits, warum die Verantwortlichen im Kraichgau solch große Hoffnungen in den U19-Nationalspieler legen. Etwa beim Test gegen den englischen Zweitligisten Queens Park Rangers. ​Otto war beim 2:2 mit einem Doppelpack zur Stelle und bekam im Anschluss ein großes Lob von seinem Trainer ausgesprochen. "David hat der Urlaub, glaube ich, sehr gutgetan, weil er einfach platt war letztes Jahr mit Abitur, der U19 und dem Profitraining. Er war sehr, sehr müde und hat jetzt ein bisschen Kraft getankt. Er ist richtig gut drin auch im Training und hat natürlich mit den zwei Toren Eigenwerbung betrieben, wie man so schön sagt", freute sich Nagelsmann Ende Juli.

Aderlass in der TSG-Offensive: Die große Chance für Otto?


Mit Leistungen wie diesen prophezeite der TSG-Coach seinem jungen Schützling gute Chancen, auch in der Bundesliga eine Rolle im Team zu spielen. Otto profitiert in seinem Spiel vor allem von seiner Körperlichkeit, kann die Bälle gut festmachen und sucht geradlinig den Abschluss. Qualitäten, die in jedem Team gefragt sind - in Deutschland dieser Tage mehr denn je.  

Nach den Abgängen von Mark Uth und Serge Gnabry scheint die Chance in der TSG-Offensive in diesem Jahr ohnehin recht günstig zu sein. Wie rasant Ottos Entwicklung fortschreitet, entscheiden neben seinem fraglos riesigen Talent und dem angeborenen Torriecher aber auch viele andere Faktoren. Ob früher oder später - in Hoffenheim dürften sie mit dem Youngster in jedem Fall noch viel Freude haben. Der Vertrag des Eigengewächses läuft noch bis 2021.