COLOGNE, GERMANY - AUGUST 13: Manager Markus Anfang looks on during the Second Bundesliga match between 1. FC Koeln and 1. FC Union Berlin at RheinEnergieStadion on August 13, 2018 in Cologne, Germany. (Photo by Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images)

1. FC Köln: Die Erkenntnisse aus dem Spiel gegen Union Berlin

Der 1. FC Köln hat sein erstes Heimspiel der neuen Zweitligasaison mit einem 1:1-Unentschieden gegen den 1. FC Union Berlin beendet. Trotz Überlegenheit und mehr Ballbesitz konnten sich die Kölner vor allem nach dem Ausgleich keine zwingende Torchance mehr erspielen und müssen somit am Ende mit einem Punkt leben. 


Das sind die Erkenntnisse aus dem Berlin-Spiel:

1. Allzweckwaffe Louis Schaub

Der Neuzugang aus Österreich gehörte zu den besten Kölnern und war stets ein Aktivposten. Mit einer engen Ballführung und guter Technik stellte er seine Gegenspieler immer wieder vor Probleme. Obwohl nominell auf einer der Halbpositionen im Mittelfeld aufgestellt, kam Schaub immer wieder auch über die Außenbahn und machte dies mehr als ordentlich. 

2. Clemens weiter im Aufschwung

Nachdem der gebürtige Kölner in der abgelaufenen Spielzeit noch kein Stammspieler war, scheint er unter Markus Anfang langsam aber sicher wieder zu alter Stärke zu finden. Nach seinem Tor am ersten Spieltag gegen den VfL Bochum erzielte er auch gegen Union Berlin den Führungstreffer. Mit seinen guten Leistungen gehört der Flügelspieler aktuell ohne Zweifel zu den besten Spielern der "Geißböcke".

3. Viel Rotation im Angriff

Mit einem 4-1-4-1-System ins Spiel gegangen, agierten die Kölner in der Offensive sehr flexibel. Immer wieder tauschten Clemens und Drexler die Seiten, auch Hauptmann und Schaub auf den Halbpositionen wechselten mehrfach hin und her. Einzig Jhon Cordoba blieb als Sturmspitze meist unverändert in der Mitte und lief den Gegner an. 

4. Taktgeber Jonas Hector?

Der Kapitän spielte von Beginn an im zentralen defensiven Mittelfeld hinter Niklas Hauptmann und Louis Schaub und erledigte seine Arbeit überwiegend unauffällig. Nachdem er am 1. Spieltag noch auf seiner gelernten Position hinten links in der Viererkette gespielt hatte, agierte er nun auf seiner zweiten Position. Insgesamt konnte aber auch der Nationalspieler dem Spiel seiner Mannschaft nicht wirklich den Takt vorgeben, eine sehr hohe Fehlpass- und allgemein Fehlerquote zog sich durch das Spiel der Kölner. 

5. Sobiech nutzt Chance nicht

Gegen die Bochumer nach seiner Einwechslung noch sehr auffällig und vor allem im Luftzweikampf überzeugend, fiel Sobiech gegen die Hauptstädter meist mit Fehlpässen auf. Vor allem im Spielaufbau hat der Abwehrspieler noch Nachholbedarf. Der Neuzugang vom FC St. Pauli wollte sich nach der Gelb-Roten Karte von Jorge Mere eigentlich für einen Stammplatz empfehlen - gelungen ist ihm das allerdings nicht wirklich. 

6. Cordoba weiterhin als alleinige Spitze?

Wie schon gegen die Bochumer rieb sich Jhon Cordoba auch diesmal wieder auf und machte viele Wege, unter'm Strich kam dabei aber nicht vielmehr als ein wirklich gefährlicher Abschluss heraus. Der Kolumbianer hat als Rekordtransfer zumindest aktuell scheinbar noch die Nase vorn gegenüber Simon Terodde, muss in den kommenden Wochen aber anfangen, Tore zu erzielen. Möglicherweise ist auch eine Doppelspitze mit ihm und Terodde eine denkbare Lösung. 

7. Risse weiterhin mit Defensivschwächen

Marcel Risse spielte gegen die Berliner als Rechtsverteidiger und offenbarte dabei einige Male wieder, dass er eigentlich ein gelernter Offensivspieler ist. Der gebürtige Kölner kurbelte das eigene Spiel nach vorne zwar durchaus mit an, leistete sich aber wie Innenverteidiger Sobiech viel zu viele Fehlpässe und agierte auch im Zweikampf des Öfteren unsicher und zurückhaltend. Auch beim Gegentor kam Gegenspieler Gogia über seine Seite, entwischte ihm und flankte schließlich auf Torschütze Andersson in die Mitte. 

8. Zoller vor Wechsel?

Simon Zoller kam in der Schlussphase rein und sollte die Offensive noch einmal beleben, am auffälligsten war allerdings seine misslungene Ballkontrolle wenigen Minuten vor dem Abpfiff rechts im Strafraum. Der Angreifer gehörte schon in der letzten Saison nicht zum Stammpersonal und soll angeblich vor eine Leihe zum gestrigen Gegner stehen. In der aktuellen Form zumindest dürfte er in den kommenden Wochen keine ernste Rolle unter FC-Coach Markus Anfang spielen. 


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