Seit mehr als 15 Jahren ist der Automobilhersteller Audi nun Partner des FC Bayern München. Damit könnte es bald tatsächlich vorbei sein. Laut Medienberichten strebt BMW eine Wachablösung des Konkurrenten an.


Laut eines Berichts der Bild am Sonntag liegen die beiden Automobil-Riesen seit Wochen im Clinch. Grund dafür ist die mögliche Ablösung von Audi durch BMW als Anteilseigner und Sponsor des Rekordmeisters. Demnach strebt BMW mithilfe eines dreistelligen Millionenbetrags eine Partnerschaft mit den Münchenern an.


Bereits seit 2015 soll der Münchener Automobilkonzern versuchen, bei den Bayern einzusteigen und in diesem Jahr soll es wohl endgültig so weit sein. So ist BMW laut Medienberichten bereit, sich für über 100 Millionen Euro beim Rekordmeister der Bundesliga einzukaufen. Audi selbst hatte im Jahr 2011 für rund 90 Millionen Euro Anteile der FC Bayern AG erworben.

Karl-Heinz Rummenigge auf einer Pressekonferenz während der AUDI Summer Tour

Audi gegen BMW: Wer wird neuer Sponsor des FC Bayern?


Mit Präsident Uli Hoeneß und und dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten und jetzigem Aufsichtsratsmitglied der Bayern Edmund Stoiber, soll BMW bereits zwei namhafte Befürworter auf seiner Seite haben. Äußern wollte sich bisher jedoch noch keiner der Beteiligten.


Abgas-Skandal bringt BMW die Pole-Position


BMW könnten beim Übernahme-Versuch auch die Probleme innerhalb des Audi-Konzerns in die Karten Spielen. So sollen die wichtigen Männer bei den Bayern nicht mehr vollkommen glücklich über eine Zusammenarbeit mit dem Ingolstädter Unternehmen sein, seitdem dieses aufgrund des Abgas-Skandals des Mutterkonzerns VW einen erheblichen Image-Schaden erlitten hatte.


Audi hat mit dem FC Bayern derzeit noch einen laufenden Vertrag bis 2025, der den Münchenern rund 20 Millionen Euro in Form von Geld- und Sachleistungen pro Jahr einbringt.

Bei einer tatsächlichen Partnerschaft mit BMW würde sich dieser Betrag nochmal erheblich steigern. Audi selbst soll den Bayern jedoch bereits ebenfalls ein verbessertes Angebot vorgelegt haben.


Hinter den Kulissen soll nun in den kommenden Wochen entschieden werden, welcher Automobilhersteller den Zuschlag bekommt.