Friedhelm Funkel ist die Ruhe in Person. Wer den Düsseldorfer Chefcoach kennt, weiß, dass er im Training oftmals den stillen Beobachter spielt, alles genaustens mitverfolgt. Wenn ihm allerdings was nicht passt, äußert er das - auch mal laut.


Wie bei der Einheit am vergangenen Donnerstag. Beim Trainingsspiel "elf gegen elf" unterbrach der 64-Jährige den Spielzug und schrie: „Das ist ja wie eine Schülermannschaft!“ Funkel hatte einiges zu bemängeln, allen voran die fehlende Aggressivität bei seinen Spielern. „Das war auf eine Situation bezogen, in der wir nicht energisch genug in den Zweikampf gegangen sind. Deswegen war ich verärgert“, erklärte der Coach auf Nachfrage der Bild.

2. BL: TSV 1860 Muenchen - Fortuna Duesseldorf

F95-Coach Friedhelm Funkel ist auf dem Platz nicht immer die Ruhe selbst


Funkel weiter: „Ich war unzufrieden mit der Situation. Darum habe ich das gesagt. Wir müssen in der Bundesliga energischer zur Sache gehen – gerade auch in den Zweikämpfen. Das muss man auch im Training versuchen besser umzusetzen.“


Neuzugang Kenan Karaman schätzt Funkels präzise Wortwahl. „Der Coach sieht wirklich alles“, sagte er. „Ihm entgeht nichts. Das ist vorteilhaft. Wenn ihm was nicht passt, sagt er das und wird auch mal laut. Das finde ich gut!“ Fortunas Trainer weiß eben, worauf es in Deutschlands höchster Spielklasse ankommt und versucht, seine Jungs optimal auf die Aufgaben in Liga eins vorzubereiten. 


Der Auftakt beginnt für die Fortuna am Samstag, den 25. August, um 15:30 Uhr gegen den FC Augsburg. Dann werden die Spieler beweisen können, dass sie die Anweisungen ihres Trainers verstanden haben.