​Bayer Leverkusen hat mit Isaac Kiese Thelin einen talentierten Stürmer auf Leihbasis verpflichtet, der Druck auf die etablierten Kräfte machen und sich für eine mögliche Zukunft und einen dauerhaften Wechsel an den Rhein empfehlen soll. Nachdem die Kaderplanungen für Sportchef Rudi Völler nach dem Transfer des Schweden aller Voraussicht nach abgeschlossen sein dürften, sorgte nun die Rückennummer des Neuzugangs für Ärger und Diskussionen. 


Der 26-Jährige hatte sich bei seinem neuen Klub die Rückennummer 11 ausgesucht, die in den letzten Jahren Publikumsliebling Stefan Kießling trug, der seine aktive Profikarriere nach der letzten Saison beendete. Für die Wahl erntete der Schwede nun heftige Kritik des Fan-Dachverbands Nordkurve 12 sowie weiteren Fangruppierungen der ​"Werkself". Vor allem die Tatsache, dass ein externer ausländischer Neuzugang die Nummer bekommt, stieß vielen Anhängern böse auf. In einem Statement via Facebook brachten sie ihren Unmut wie folgt zum Ausdruck:

Bayer Leverkusen Training Camp

Sucht den Kontakt mit den eigenen Fans: Bayer-Sportchef Rudi Völler



"Beim ein oder anderen Akteur der vielleicht schon und noch lange beim Bayer spielt oder gar aus der eigenen Jugend stammt, hätte man diese Rückennummer nach einem Jahr Pause dann doch verkraften können. Aber keine drei Monate nach der Kießling-Ära? An einen Leihspieler, der in einigen Monaten bereits wieder Geschichte sein könnte?", so die Meinung der Fans an Rudi Völler und Co., der die Nummer 11 nun scheinbar ohne Zögern neu vergibt. Für die Fangruppierungen sei es demnach ein "äußerst taktloses" Verhalten, die Nummer nach so kurzer Zeit an einen Leihspieler zu vergeben. ​Kießling hatte seinem Nachfolger jüngst sogar angeboten, mit Tipps und Ratschlägen zur Seite zu stehen. 


Gegenüber der BILD erklärte Völler: "Es ist im deutschen Fußball unüblich, Nummern nicht mehr zu vergeben. Aber das Thema ist angekommen und wir können darüber gerne offen diskutieren." Zu diesem Zweck könnte die Sitzung mit den Fan-Vertretern in zwei Wochen dienen.