Der FC Schalke 04 hat ​unter Domenico Tedesco einen klaren Aufschwung erlebt und ist in der abgelaufenen Spielzeit völlig zurecht Vizemeister hinter dem FC Bayern München geworden. Im Interview äußert sich nun Innenverteidiger Matija Nastasic voll des Lobes für seinen Klubcoach, während er für seinen Trainer bei der Nationalmannschaft weniger gute Worte findet.


Bereits vor einigen Monaten hatte Nastasic erklärt, unter Coach Tedesco nur besser werden zu können. Diesen Standpunkt vertrete er auch noch heute, wie er im Interview mit t-online.de erklärte. "Was ich gesagt habe, stimmt immer noch. Und ich bin mir sicher, dass wir besser spielen können als in der letzten Saison - auch wenn wir da Zweiter geworden sind", so der Abwehrspieler. Die neue Spielzeit werde dennoch in jedem Fall schwieriger als zuletzt, wie er verriet. "Es wird auf jeden Fall eine schwierige Saison, weil die anderen Teams aufgeholt haben. Der Kampf um die Champions-League-Plätze wird härter als zuletzt."


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Matija Nastasic will mit Schalke an den Erfolg der letzte Saison anknüpfen


Mit dem Deutsch-Italiener Tedesco habe man ​auf Schalke in jedem Fall den richtigen Trainer: "Er spricht sehr viel mit uns Spielern und kann sehr gut erklären. Ich habe bisher überhaupt noch keinen Trainer erlebt, der so viel kommuniziert." Tedesco behandle zudem jeden im Team gleich und verteile seine Vorgaben an alle seine Spieler, wie der 25-Jährige weiter erklärte. "Wenn du weißt, dass du jederzeit mit dem Trainer sprechen kannst und seine Ratschläge fruchten, hilft das ungemein."  Insgesamt haben sich seit der Ankunft des ehemaligen Trainers von Erzgebirge Aue "sehr viele Dinge verändert. Jetzt sind wir auch einfach als Team viel stärker zusammengewachsen." Taktisch sei er der beste Coach, mit dem Nastasic je zusammenarbeitete.


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Serbiens Nationalcoach Mladen Krstajic teilte Nastasic die Nicht-Nominierung nicht persönlich mit 


Weniger gute Worte fand der Schalker Defensivmann hingegen für seinen Nationalcoach Mladen Krstajic, der ihn nach einem Kreuzbandriss im April nicht für die WM in Russland berücksichtige. Trotz rechtzeitiger Genesung nominierte ihn der ehemalige Profi des SV Werder Bremen und FC Schalke 04 nicht. Gerade die Art und Weise enttäuschte den Innenverteidiger. "Das große Problem war, dass Krstajic mir nicht persönlich erklärt hat, warum ich nicht dabei bin. Stattdessen hat das der Nationalmannschaftsmanager getan, was schon überraschend für mich war." 


Die Enttäuschung und der Frust über seine Nicht-Teilnahme seien dementsprechend groß gewesen. "Natürlich, es war ein großes Turnier und ich habe alles versucht, um dabei zu sein. Ich war wieder fit und habe mit dem Team trainiert", so Nastasic. "Da ist es schon hart, wenn Dich der Coach dann nicht einmal selbst anruft, um seine Entscheidung zu erklären. Hätte er das getan, wäre alles kein Problem gewesen. Letztendlich habe ich seitdem kein einziges Mal Kontakt zu Krstajic gehabt."