1. FC Nürnberg: Die Gewinner und Verlierer der Vorbereitung

Der 1. FC Nürnberg ist nach dem Abstieg 2014 wieder zurück in der Bundesliga. Besonders Alexander Fuchs hat sich hervorgetan in der Vorbereitung, doch es gibt auch Spieler, die sich von der Stamm-Elf immer mehr entfernen. 

1. Gewinner: Alexander Fuchs

Der 21-Jährige hat sich in der Vorbereitung ins Rampenlicht gespielt. Sein Zweikampfverhalten und Verhalten unter Druck haben sich verbessert, aber vor allem hat er körperlich aufgebaut. Der Mittelfeldspieler, der 2017 von 1860 München II kam, scheint endlich angekommen zu sein. Im Testspiel gegen Bologna zählte er zu den besten Club-Spielern. Nürnbergs Trainer Michael Köllner bezeichnete Fuchs als einen Gewinner der Vorbereitung. 

2. Verlierer: Patrick Erras

2016 war Erras der Hoffnungsträger des 1. FC Nürnberg. Unter der Führung des damals 21-Jährigen blieben die Franken lange Zeit unbesiegt. Doch dann zog er sich einen Kreuzbandriss zu. Seitdem hat er den Sprung in die Startelf nicht mehr geschafft. Immer wieder wird Erras von Verletzungen ausgebremst. Ihm persönlich hilft es nicht, dass seine Kollegen sich durch den Bundesliga-Aufstieg profiliert haben. In den Testspielen wurde er selten eingesetzt. 

3. Gewinner: Ondrej Petrak

Seit Januar 2014 spielt Petrak schon für den 1. FC Nürnberg. So richtig angekommen ist er nie. Im Mai verlängerten die Verantwortlichen jedoch seinen Vertrag um ein Jahr bis 2019. Dieser Vertrauensbeweis könnte ihm Auftrieb geben, in der Vorbereitung hat er zumindest einen positiven Eindruck hinterlassen. Von einer Stammplatzgarantie ist der Tscheche weit entfernt, seine Startelf-Chancen sind im Sommer allerdings nicht geschrumpft. Michael Köllner lobt Petraks aktuelle Form. 

4. Verlierer: Lukas Jäger

Der Österreicher steht seit einem Jahr beim FCN unter Vertrag. Doch seine Qualitäten abseits des Trainingsplatzes zeigen durfte er bisher nicht. Coach Köllner setzte den Defensiv-Allrounder nicht eine Minute in der 2. Bundesliga ein. Zwar gab es aufmunternde Worte für den 24-Jährigen, doch er brachte es auf nicht mehr als sechs Einsätze für die zweite Mannschaft. Ein baldiger Wechsel scheint realistisch. 

5. Gewinner: Timothy Tillmann

Tillmann hat überragende Anlagen, seine Technik war ein Lichtblick der Vorbereitung. Auch wenn er körperlich noch Muskelmasse zulegen muss, um sich besser gegen erfahrene und massivere Verteidiger durchzusetzen, hat er sein Potential in den Testspielen schon angedeutet. Im Sommer wechselte er aus der U19 des FC Bayern nach Mittelfranken. Im Laufe der Saison sollte er die Chance bekommen, auf viele Einsätze zu kommen. 

6. Verlierer: Ewerton

Der Brasilianer war ein Garant für den Aufstieg. Zusammen mit Georg Margreitter bildete Ewerton ein starkes Innenverteidiger-Duo. Dass der 29-Jährige als Verlierer gelistet wird, hat vor allem mit Pech zu tun und nicht mit schlechten Leistungen. Wegen eines Syndesmoseband-Teilrisses im rechten Sprunggelenk fällt er noch mehr als einen Monat aus. Sofern fit, ist er gesetzt. Seine Alternative ist vermutlich Lukas Mühl, möglicherweise verpflichtet Nürnberg aber noch jemanden auf Leihbasis.

7. Gewinner: Törles Knöll

Knöll feierte beim HSV im September 2017 sein Bundesliga-Debüt. Doch sein Kurzeinsatz blieb der einzige Auftritt. In der Vorbereitung traf der 20-Jährige dreimal gegen eine Regionalligaauswahl. Er könnte sich zur ersten Alternative zu Mikael Ishak entpuppen, sollte er so weiter machen. Für das Regionalliga-Team des HSV machte er mit 21 Saisontoren seinem Vornamen Törles zumindest alle Ehre. 

8. Verlierer: Fabian Bredlow

Fabian Bredlow ist wohl noch der Stammtorhüter. Doch Neuzugang Christian Mathenia dürfte aufgeholt haben, was auch an Bredlow selbst liegt. Gegen den Halleschen FC patzte er beim 1:2 bei beiden Gegentreffern, auch in der Aufstiegssaison war er nicht immer sattelfest. Vor allem beim Herauslaufen und in der Strafraumbeherrschung hat er Schwächen. Es wird ein enges Rennen um den Stammplatz im Nürnberger Kasten. 

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