​Trotz des frühen spanischen Ausscheidens bereits im Achtelfinale der Weltmeisterschaft kehrte Real Madrids Kapitän Sergio Ramos erst am 1. August und damit eine Woche später als seine spanischen Mannschaftskollegen ins Training zurück und sorgte so für den Unmut seiner Mitspieler. Bereits am 15. August steht der UEFA Super Cup gegen den Stadtrivalen Atletico Madrid an, ehe einige Tage später auch die spanische Liga in die neue Saison startet.


Laut der ​Sportbild habe der verlängerte Extra-Urlaub des Kapitäns Sergio Ramos für einigen Ärger innerhalb der Mannschaft von Real Madrid gesorgt, da seine spanischen Mannschaftskollegen Dani Carvajal, Isco, Marco Asensio, Lucas Vazquez und Nacho Fernandez bereits eine Woche früher wieder ins Training des Champions-League-Siegers einsteigen mussten.

Seine Mitspieler hätten zwar Respekt vor den Verdiensten des 32-jährigen Kapitäns, seien aber mit der Sonderbehandlung von Ramos nicht einverstanden. Der spanische Innenverteidiger hatte sich von Real zum wiederholten Male eine Verlängerung seines Urlaubes zusichern lassen und war nun erst im August wieder zur Mannschaft gestoßen. Das werde laut spanischer Medien auch Ramos Führungsrolle als Kapitän nicht gerecht. 


​Real Madrid steht nach dem vierten Champions-League-Sieg in fünf Jahren, dem Rücktritt von Erfolgstrainer Zinedine Zidane und dem Abgang von Weltfußballer Cristiano Ronaldo vor einem Umbruch und dem Ende einer Ära: Während mit Ronaldo wichtigste Spieler den Klub verließ, kommt der Rest der langjährigen Erfolgsmannschaft langsam in ein kritisches Alter. Spieler wie Mittelfeld-Regisseur Luka Modric, Weltklasse-Linksverteidiger Marcelo, der deutsche Nationalspieler Toni Kroos, Mittelstürmer Karim Benzema, Final-Doppeltorschütze Gareth Bale oder eben angesprochener Kapitän Ramos sind alle knapp um die 30 Jahre oder älter.

Deshalb sollen unter dem neuen Real-Trainer und ehemaligen spanischen Nationaltrainer Julen Lopetegui wohl auch die jüngeren spanischen Spieler wie Isco, Carvajal oder Asensio schrittweise an größere Rollen als Leistungsträger und Führungsspieler in der Mannschaft herangeführt werden. Es ist also sicher nicht von Vorteil, wenn es zwischen den spanischen Real-Spielern und Kapitän Ramos zu Unmut und dem Gefühl ungerechter Behandlung kommt.