Der FC Schalke 04 hat seinen Kader für die anstehende Saison ordentlich verstärkt und unter anderem die Abgänge von Leon Goretzka und Max Meyer sinnvoll kompensieren können. Doch Trainer Domenico Tedesco weiß, dass ein großer Kader oft auch die Gefahr mit sich bringt, dass sich bei dem ein oder anderen Spieler Unzufriedenheit breit macht. Dagegen will er ankämpfen, auch wenn es unter Umständen unangenehm werden könnte, wie er gegenüber dem kicker berichtet.


Fünf Neuzugänge präsentierten die Schalker in den vergangenen Wochen, wobei vor allem das Hauptaugenmerk auf dem Angriff lag. Dort verstärkte man sich mit Mark Uth und Steven Skrzybski, während Omar Mascarell und Suat Serdar für das zentrale Mittelfeld und Salif Sané für die Abwehr beordert wurden. 


Derzeit misst das Aufgebot der 'Knappen' 26 Spieler, die aufgrund der Dreifachbelastung durch die Rückkehr in die Champions League früher oder später fast allesamt zum Einsatz kommen, wie Tedesco verriet: "Wir haben gute Möglichkeiten zu rotieren."

Schalke 04 Training Camp

    Tedesco will nicht zulassen, dass die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft bröckelt.



Doch der 32-Jährige weiß auch, dass nicht jeder mit seiner Rolle zufrieden sein wird, da es in einem Konkurrenzkampf für gewöhnlich nicht immer nur Gewinner gibt. "Natürlich sehen wir es gern, dass jeder immer spielen will. Das wird aber nicht möglich sein." Daher gelte: "Es darf keine Eitelkeiten geben."


Bereits im vergangenen Jahr hat Tedesco den ein oder anderen Spieler aussortiert, die prominentesten Opfer waren dabei Benedikt Höwedes und Johannes Geis. So weit wird es diesmal vermutlich nicht kommen, doch er bereitet sich jetzt schon auf die ein oder andere schwierige Situation vor: "Auf uns Verantwortliche werden sicher Gespräche zukommen, die nicht so angenehm sein werden. Es wird auch enttäuschte Gesichter geben."


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Dabei sei jedoch von Bedeutung, dass kein Spieler "das Gefühl bekommt, nicht gebraucht zu werden". Dadurch würde die Lust und somit auch die Motivation früher oder später verloren gehen. "Das wäre schädlich für alle Beteiligten", so der Trainer, der daher mit Fingerspitzengefühl, aber auch mit der nötigen Konsequenz an die Spieler herantreten will, um die bestmögliche Aufstellung wählen zu können.