Zahlreiche Leistungsträger hat Eintracht Frankfurt in diesem Sommer bereits abgeben müssen, doch der komplette Ausverkauf soll weiterhin verhindert werden. Daher hofft man weiterhin auf einen Verbleib von Ante Rebic, der auch aufgrund seiner Leistungen bei der Weltmeisterschaft immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht wurde. Während Sportdirektor Bruno Hübner weiterhin optimistisch bleibt, dementiert Sport-Vorstand Fredi Bobic Gerüchte über vermeintliche Angebote anderer Klubs. 


Der Erfolg birgt auch immer die Gefahr, dass andere Vereine plötzlich aufmerksam werden und die Spieler, die den Unterschied ausgemacht haben, für sich gewinnen wollen. So geschehen auch bei Eintracht Frankfurt: Der Pokalsieger musste bereits die Abgänge von Lukas Hradecky, Marius Wolf, Kevin-Prince Boateng und Omar Mascarell verkraften, doch damit ist noch nicht genug.


Allen voran Ante Rebic, der beim 3:1-Erfolg über den FC Bayern München zum Pokalhelden avancierte und der Eintracht den ersten Titel nach 30 Jahren bescherte, wird immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Neben einstigen Gerüchten um einen Transfer nach München, wo er dem Lockruf von Ex-Trainer Niko Kovac folgen würde, halten sich derzeit auch Spekulationen um ein vermeintliches Interesse vom FC Sevilla. Bislang scheint dort jedoch nur ein geringer Wahrheitsgehalt hinterzustecken: "Uns liegt bisher kein Angebot von einem Verein vor", bestätigte Bobic gegenüber der Bild (via hessenschau).

Bayern Muenchen v Eintracht Frankfurt - DFB Cup Final

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Die Verantwortlichen der 'Adler' sind sich ohnehin darüber einig, dass der 24-Jährige noch eine Weile bei der Eintracht verbleiben sollte. "Wir wünschen uns wirklich, dass Ante bleibt, weil er ein Spieler ist, der den Unterschied ausmacht. Und wir haben keine Angst, dass er die Lust verlieren könnte", so Hübner im Gespräch mit der Bild. Der kroatische Nationalspieler und Vizeweltmeister fühle sich in Frankfurt wohl, zudem glaubt der 57-Jährige: "Die Bundesliga ist die beste Liga für ihn."


Auch im Hinblick auf die anstehende Spielzeit wäre ein Verbleib Rebics, der nach einer zweijährigen Leihe vom AC Florenz im Sommer für zwei Millionen Euro fest verpflichtet wurde, wichtig: "Der Pokal-Sieg hat uns gieriger gemacht. Für viele bei uns ist es ja der erste Titel. Jeder spürt die gewachsene Aufmerksamkeit, die Begeisterung im Umfeld und auch den eigenen, gesteigerten Marktwert. Das möchte man wieder erleben." Doch Hübner weiß auch, dass bis zum Ende der Transferperiode viel passieren kann: "Es ist ungewöhnlich ruhig in England. Aber wenn dort ein Stein fällt, kommt eine Riesenwelle in Bewegung."

Allerdings wird es auch darauf ankommen, wo der Angreifer selbst seine Zukunft sieht. Bei der Eintracht schaffte er in der abgelaufenen Saison den Durchbruch, doch ob eine gute Saison reicht, um sich auch international auf Anhieb durchzusetzen, ist fraglich. Bei einem Verbleib könnte er jedenfalls weiter wachsen und als Spieler reifen, ehe der Sprung zu einem Top-Klub folgen könnte.