BREMEN, GERMANY - DECEMBER 20:  Christian Streich, head coach of Freiburg ponders during the DFB Cup match between Werder Bremen and SC Freiburg at Weserstadion on December 20, 2017 in Bremen, Germany.  (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Konkurrenzkampf pur: Das sind die härtesten Duelle beim SC Freiburg

Der Sportclub Freiburg konnte trotz geringen Budgets wieder einmal die Liga halten. Auch in der kommenden Saison wird die Mannschaft von Trainer Christian Streich deshalb in der Bundesliga an den Start gehen und konnte in der bisherigen Transferperiode sogar den Kern der Mannschaft zusammenhalten. Nach Verstärkungen in Sturm und Innenverteidigung kommt hier die Übersicht der härtesten Konkurrenzkämpfe beim SC Freiburg:

5. Söyüncü - bleibt er oder geht er?

Der 22-jährige türkische Innenverteidiger Caglar Söyüncü ist heiß umworben und wird vor allem mit Interessenten aus der Premier League in Verbindung gebracht. Allerdings ließ der SC Freiburg zuletzt verlauten, dass man Söyüncü halten wolle und weiterhin mit ihm plane. Dennoch wurde alternativ bereits der Ex-Kölner Dominique Heintz für drei Millionen Euro verpflichtet - Bundesliga-erfahrener Ersatz wäre also durchaus vorhanden. Auch Manuel Gulde gehörte in der letzten Saison zu den drei Freiburger Innenverteidigern mit den meisten Spielminuten und wird seinen Platz nicht kampflos aufgeben.

4. Jugend forscht in der Innenverteidigung

Da neben den Wechselgerüchten rund um Söyüncü außerdem bereits Marc-Oliver Kempf den SC in Richtung VfB Stuttgart verlassen hat, verpflichtete man das österreichische Talent Philipp Lienhart nach der letztjährigen Leihe nun für zwei Millionen Euro fest von Real Madrid. Sollte Newcomer Robin Koch nicht im defensiven Mittelfeld eingeplant sein, würden die beiden 22-Jährigen um einen Platz in der Freiburger Innenverteidigung konkurrieren müssen.

3. Wer ersetzt Vereinslegende Schuster?

Nach dem Karriereende von Julian Schuster wird ein neuer Arbeiter im zentralen Mittelfeld gesucht: Kandidaten für den Platz neben Stammspieler Nicolas Höfler sind zum einen Routinier Mike Frantz, der bereits seit 2014 für den SC Freiburg spielt, sowie Neuzugang Jerome Gondorf, den man in diesem Sommer von Werder Bremen holte und der über ein ähnliches Profil wie Mittelfeldspieler Frantz verfügt. 

2. Der Stamm spielende Edeljoker Petersen

Nils Petersen ist mit 20 Toren bei 67 Einwechslungen der erfolgreichste Joker der Bundesliga-Geschichte, war aber gleichzeitig in der letzten Saison der Freiburger Stürmer mit den mit Abstand meisten Spielminuten und konnte dabei insgesamt 19 Saisontore erzielen. In der Bundesliga war Petersen mit 15 Treffern hinter Robert Lewandowski der beste deutsche Torjäger. Allerdings verfügt der SC Freiburg durch die letzten Transfers über viele Tiefe im Sturm, sodass Petersen seinen Status als gesetzter Mittelstürmer nun bestätigen muss.

1. Die Qual der Wahl im Sturm

Nach einer mit elf Toren starken Bundesliga-Saison 2016/17 konnte Florian Niederlechner in der letzten Spielzeit aufgrund eines Kniescheibenbruchs nicht an diese Torausbeute anknüpfen und nur insgesamt zwei Saisontore erzielen. Nun wird sich Niederlechner gegen große Konkurrenz behaupten müssen: Der 22-jährige Tim Kleindienst zeigte mit fünf Torbeteiligungen bereits im letzten Jahr starke Ansätze. Im Januar holte der SC dann Mittelstürmer Lucas Höler, der zuvor in der Hinrunde acht Tore in 17 Spielen für den SV Sandhausen erzielte. Und nun verpflichtete Freiburg außerdem Luca Waldschmidt für fünf Millionen Euro vom Hamburger SV - der 22-Jährige konnte zwar nur drei Tore in fast 40 Einsätzen für den HSV erzielen, kommt aber mit dem Kredit der zweithöchsten Ablöse der Freiburger Vereinsgeschichte.

Der SC Freiburg verfügt mit Alexander Schwolow über einen starken Stammtorhüter. Auch die defensiven Außenpositionen sind klar an Dauerbrenner Christian Günter und den 22-jährigen Pascal Stenzel vergeben. Im defensiven Mittelfeld führt kein Weg an Nicolas Höfler vorbei, und im offensiven Mittelfeld dürften U21-Europameister Jannik Haberer und je nach systematischer Ausrichtung auch Yoric Ravet gesetzt sein. 

Doch vor allem in der Innenverteidigung und im Sturm kämpfen jeweils fünf Spieler mit realistischen Chancen um zwei Plätze in der Stammelf. Hier wird es die größte Konkurrenz geben.

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