​Eintracht Frankfurt wird die neue Bundesligasaison höchstwahrscheinlich ohne Marc Stendera in Angriff nehmen. Nachdem der Mittelfeldspieler von Neu-Coach Adi Hütter jüngst aus dem Aufgebot für das Trainingslager in Südtirol gestrichen wurde, steht ein Abschied bevor. Sein Berater zeigte sich enttäuscht über die Aussortierung seines Schützlings. 


Marc Stendera gehört bei ​Eintracht Frankfurt nicht zu den 25 Feldspielern, die inklusive vier Torhütern ins Trainingslager nach Gais reisen. Der zentrale Mittelfeldspieler ​scheint in den Planungen von Neu-Coach Adi Hütter keine Rolle mehr zu spielen und könnte den Klub wohl in den nächsten Wochen und vor dem Bundesligastart verlassen. 


Für Berater Sascha Bürger sei die Situation "sehr enttäuschend", wie er gegenüber op-online verriet. Mit Stendera verliere die Eintracht einen der wenigen Spieler aus dem "eigenen Talentschuppen". Mit Marc-Oliver Kempf, Sonny Kittel und zuletzt Luca Waldschmidt hatten die vielversprechendsten Eigengewächse die SGE bereits verlassen, nun kommt also wohl auch Stendera dazu. An einem bevorstehenden Abschied seines Schützlings zweifelt nun auch Bürger nicht mehr: "Prinzipiell ist damit alles gesagt, wir werden uns nun natürlich nach einem neuen Klub umschauen." 


Während Eintracht Frankfurt eher zu einem Leihgeschäft tendieren soll, peilt Bürger einen endgültigen Vereinswechsel an. "Wir würden gerne Nägel mit Köpfen machen, sonst geht es im Februar, März wieder los." Marc Stendera spielt seit Sommer 2010 für die Hessen und schaffte 2012 den Sprung zu den Profis, wo er in bislang 78 Pflichtspielen zum Einsatz kam. Sein Vertrag in Frankfurt läuft noch bis Sommer 2020.