​Es gibt Geschichten, die nur der Fußball schreibt! Werder Bremen holt den vereinslosen Claudio Pizarro als Ergänzung für den Sturm zurück an die Weser! Der 39-Jährige wird bei den Grün-Weißen einen Vertrag bis 2019 unterschreiben. Der Wechsel wurde am Sonntagvormittag bestätigt.


Claudio Pizarro soll nach Informationen der DeichStube den Posten von Aron Johannsson einnehmen, der den Bremern aufgrund einer Verletzung am Sprunggelenk in den nächsten Monaten fehlen wird. Pizarro hielt sich zuletzt an zwei Standorten mit dem Fitnesstrainer Benjamin Kugel (zuletzt beim 1. FC Köln und der deutschen Nationalmannschaft, war aber auch schon bei Werder Bremen) fit und soll bereit sein für ein weiteres Jahr Bundesliga-Fußball. 


Das Arbeitspapier ist stark leistungsbezogen und somit mit einem geringen Grundgehalt. "Wir standen in den letzten Wochen mit Claudio in Kontakt und sowohl er als auch wir drückten den Wunsch aus, dass er seine aktive Karriere hier in Bremen, hier im Weser-Stadion beendet. Wir haben diese Gedanken intensiv durchgespielt, wir haben den Rahmen vorgegeben und dann beschlossen, einmal mehr mit Claudio in eine Saison zu starten", sagte Sportchef Frank Baumann Werder TV. "Wir sind der Meinung, dass wir den Spagat schaffen, Claudios Fähigkeiten und Persönlichkeit zu nutzen, ohne dass wir unsere jungen Spieler in ihrer Entwicklung blockieren. Claudio weiß, dass er auch hier ist, um unsere jungen Spieler zu pushen und mitzuhelfen, sie auf das nächste Level zu heben."


Erneute Rückkehr zu Werder 


Der Peruaner ist bei weitem kein Unbekannter an der Weser: 1999 wechselte Pizarro von Alianza Lima zu Werder, 2008 kehrte er nach Engagements beim FC Bayern und FC Chelsea zurück. Daraufhin ging es für den Stürmer erneut zum deutschen Rekordmeister zurück, ehe er 2015 seine Karriere bei Werder abrunden wollte. Nach zwei Jahren ging es für ihn im vergangenen Sommer zum 1. FC Köln - seine Karriere beenden möchte der absolute Fan-Liebling scheinbar jedoch beim SV Werder. 


"Sportlich ergibt die Rückhol-Aktion durchaus Sinn. Claudio weiß, dass er nicht zwangsläufig ein Startelf-Kandidat sein wird. Aber er wird einen Effekt in der Kabine haben und mit seiner extrem positiven Energie, seiner Überzeugung und seinem Erfolgshunger dieser Mannschaft gut tun", so Cheftrainer Florian Kohfeldt zum Transfer. "Wenn er fit ist und gesund bleibt, bin ich ganz sicher, dass er uns in den entscheidenden Momenten auch sportlich weiterhelfen kann. Seine Fähigkeiten sind unbenommen. Und er ergänzt vom Typ her unsere Alternativen im Sturmzentrum. Claudio ist eine Legende und er wird seine Momente in dieser Saison bekommen."


Dass er bei Werder erfolgreich war, ist keine Frage. In Bremen traf Pizarro 144-mal und legte 41 weitere Treffer vor. Weitere folgen eventuell. Die vergangene Spielzeit lief für ihn jedenfalls sportlich nicht besonders gut, Pizarro konnte aufgrund seiner Tempo-Defizite nur ein Tor erzielen und war auch als Kopfballungeheuer nicht allzu gefährlich wie gewohnt.